Brainin-Methode – Videos – 6J. Kind mit absolutem Gehör

Es wird eine kurze 4-Stimmen „Chorale“ gespielt.

6J. Kind mit absolutem Gehör

Es wird eine kurze 4-Stimmen „Chorale“ gespielt. Der zweite Teil der Chorale ist nicht harmonisiert. Ein Kind hat zu wiederholen, den ersten Teil und dann zur harmonisieren der zweite Teil mit der korrekten führenden Stimme. Danach muss das Kind zu finden, festellen, die Intervalle und Akkorde unmittelbar nachdem Herr Brainin es gespielt hat. [Video]

 

 

 

 

 

Musikalische Intelligenz nach Howard Gardner

Musikalische Intelligenz ist eine autonome Intelligenzform

Nette Überraschung

Keine der menschlichen Intelligenzen ist früher erkennbar als das musikalische Talent. Schon beim Kleinkind können wir erkennen, wie ausgeprägt die musikalische Begabung ist. Die musikalische Intelligenz ist eine autonome Intelligenzform, das zeigt sich unter anderem daran, dass selbst autistisch gestörte Kinder oder Kinder, die in anderen Intelligenzbereichen stark behindert sind, hohe musikalische Fähigkeiten entwickeln können. Man nimmt an, daß das Basis-Talent zur Musik weitgehend vererbt wird, dass aber doch andere, prägende Umwelteinflüsse, vor allem frühes Training, mit am Werk sein müssen, um die erstaunlichen „frühreifen“ Leistungen zu erzielen, die wir aus der Musikgeschichte kennen.

Der japanische Musiklehrer Suzuki hat mit Vorschulkindern ein Violin-Lernprogramm entwickelt, das die begabten Kleinen zu höchster Meisterschaft in diesem frühen Alter führt.

Gardner hat den kreativen Prozess bei Komponisten untersucht und ist dabei zu der Überzeugung gelangt, dass die „Erfindung“ von Musik kein Denkprozess ist, sondern eine Art „Tun“, wie beispielsweise Igor Strawinsky es beschrieben hat. Arnold Schönberg schrieb, dass der Komponist eine Sprache spricht, die sein Verstand nicht versteht, ebenso wie ein Schlafwandler Dinge tut, über die er im Wachzustand keine Auskunft mehr geben kann.

Komponenten der musikalischen Intelligenz

Komponenten der musikalischen Intelligenz sind die Fähigkeiten, Melodien, Rhythmen und Timbres (Klangfärbung) zu unterscheiden. Musik erfordert also eine horizontale Weise des Erfassens von Tönen und Tonfolgen über einen Zeitraum hinweg, und eine vertikale – die Wirkung von zwei oder mehreren Klängen zur selben Zeit, die Entstehung von Harmonien und Disharmonien.

Wie früh sich die musikalische Intelligenz bereits äußert, hat das tschechische Psychiater-Ehepaar Mechthild und Hanus Papousek erforscht: Sie stellten fest, dass Kinder schon mit zwei Monaten die Melodie, die Lautstärke und die Tonlage der Lieder ihrer Mütter erfassen können, und dass ein Kind schon mit vier Monaten eine rhythmische Struktur nachahmen kann. In der Mitte des zweiten Lebensjahres geschieht etwas Ent­ scheidendes in der Entwicklung der musikalischen Intelligenz: Zum ersten Mal sind Kinder in der Lage, selbst eine Serie von Tönen hervorzubringen, mit denen sie Intervalle erforschen.

Die Kinderpsychologin Jean Bamberger am Massachusetts Institute of Technology hat versucht, die Entwicklung der musikalischen Intelligenz analog zur kognitiven Entwicklungsfolge, wie sie Piaget beschrieben hatte, zu formulieren. Sie kam jedoch zu dem Schluss, dass die musikalische Intelligenz sich nach eigenen Regeln und Gesetzen entwickelt und nicht mit der linguistischen oder logischen mathematischen Intelligenz in Verbindung gebracht werden kann.

Das bedeutet nicht, dass es keine Querverbindungen zu anderen Bereichen des Intellekts gibt. Richard Wagner hatte in seiner Idee des Gesamtkunstwerks der Musik einen zentralen Platz gegeben – keineswegs die Laune eines Künstlers, denn die Musik hat in derTat weitreichenden Einfluss auf das menschliche Symbolsystem und andere intellektuelle Kompetenzen. Claude Levi-Strauss steht nicht allein mit seiner Meinung, daß, wenn wir Musik erklären können, wir auch den Schlüssel zum menschlichen Denken hätten. Besonders mit der räumlichen Intelligenz scheint die musikalische Intelligenz eng zusammenzuhängen. Schließlich sagt man der Musik auch eine sehr enge Verbindung mit der Mathematik nach, und von Pythagoras bis Bach wurde immer wieder versucht, musikalische und mathematische Ordnungen zueinander in Beziehung zu setzen. – H. E. –

(Dank freundlicher Unterstützung von Univ.-Prof. Günter Hanisch – aus Intelligenztheorie von Howard Gardner- Studienmaterialien Universität Wien)


  • [Musikwichtel für Kinder ab 8 Monaten]
    Bei den Musikwichtel werden Kinder ab ca. 8 Monaten zusammen mit ihren Eltern an die Wahrnehmung von Musik herangeführt. Der Kurs kann bis zum Alter von 3 Jahren fortgesetzt werden.Auf spielerische Art und Weise musizieren wir zusammen mit den Eltern und singen Lieder. Körperspiele, die von Liedern und Reimen begleitet werden, unterstützen uns bei der Entdeckung des eigenen Körpers (z.B. Hände, Füße, Beine, Arme). Musikwichtel lernen erste Instrumente und ihren Klang kennen.
  • [YouTube: 6-J. Kind mit absoluten Gehör – Brainin-Methode]

Brainin Method – Ear Training for children – 1st year of instruction
Here are demonstrated two forms of work with 4 to 6 years old children in order to develop their memory for music. These forms of work are:
(1) Hearing “in colors” (means relative pitch as a basis);
(2) Hearing in phrases (means rhythmic patterns as a bases).
You can see on this video the 1st year of instruction, which prepares children for more serious work with musical phenomena. The aim and later results one could observe in my other videos about the Brainin Method.

  • [Modell der multiplen Intelligenz nach Gardner]
    Howard Gardner bezweifelt das ganze Konzept der Intelligenzmessung. Aufbauend auf vielen Jahren psychologischer Forschung legt Gardner die Beweise für seine Theorie vor, dass es mindestens acht verschiedene Intelligenzbereiche gibt und sich jeder Mensch in verschiedenen Intelligenzbereichen einordnen kann.Nicht alle Intelligenzbereiche lassen sich aber mit Standardtests erfassen. Erst im Zusammenspiel dieser vielfachen Intelligenzen aber ergibt sich, wie Gardner es nennt, “menschlich kompetentes Verhalten”, das zu fördern die eigentliche Aufgabe jeder Gesellschaft sein müsste.Gardner unterschied ursprünglich acht Intelligenzenformen: sprachlich, musikalisch, logisch-mathematisch, körperlich-kinästhetisch, intrapersonal, intrapersonal, naturalistisch. In neuerer Zeit verweist er auf eine neunte Form der Intelligenz, die existenzielle (…)

Weitere Seiten zur Theorie der multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner:
Die 8 1/2-Formen der Intelligenz

Alles zum Thema Emotionale Intelligenz (EQ)

Siehe auch Definition Intelligenz

Quelle: Psychologie-News – Neues aus der Psychologie http://psychologie-news.stangl.eu/17/modell-der-multiplen-intelligenz-nach-gardner

Musikunterricht für Einsteiger aller Altersstufen – neue Kurse

Frühförderung Musikunterricht bei Preludio

Blüthner Flügel in Raum Nr. 1

Musikwichtel – Krabbelgruppe Vormittags für die ganz Kleinen ab 8 Monaten
Früherziehung – Vor- und Nachmittags (Brainin-Methode „Die Entwicklung der musikalischen Intelligenz bei Kindern“) ab 2 Jahren an.

Beide Methoden schulen in altersgerechter Form und in Kleingruppen bis 6 Kinder die aktive Wahrnehmung musikalischer Vorgänge. Lieder, Gedichte, Reime und Tonfolgen kombiniert mit Farben, Bewegung und Geräuschen wecken die Wahrnehmung der Musik über möglichst viele verschiedene Sinne. Die Brainin-Methode bildet zudem eine hervorragende Grundlage für den späteren Instrumentalunterricht, da wesentlichen Elemente wie Notenschrift, Phrasierung und Melodieverlauf nebenbei vermittelt werden.

Völ­lig un­ab­hän­gig von den Teil­nah­me an der Früh­för­de­rung kön­nen Kin­der ab ca. 4 Jah­ren mit dem In­stru­men­tal­un­ter­richt (Blockflöte, Gesang, Gitarre, Klarinette, Klavier, Querflöte, Saxophon, Violine, Violoncello) be­gin­nen.

Der Beginn oder Wiedereinstieg in den Musikunterricht steht auch Erwachsenen und Senioren (Vor- und Nachmittags) offen. Neben der entspannenden Wirkung des Musizierens für gestresste Berufstätige und Eltern ist der positive Einfluss des Spielens auf die Gehirnaktivität im Alter besonders anzumerken. Preludio verfügt über eine spezielle Sammlung von Unterrichtsstücken für die ältere Generation.

Wenn Sie in Umgebung Haltern am See wohnen: Dülmen, Buldern, Lüdinghausen, Marl, Dorsten, Olfen, Recken, Recklinghausen, berechnen Sie die Route hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Musikwichtel zum Solisten

21.04.12 LokalLust – Text: Irene Stock, Fotos: Jürgen Rustemeyer
Vom Musikwichtel zum Solisten PDF Download

Das absolute Gehör in den „Babyschühchen“ fördern. Vom Musikwichtel zum SolistenDas absolute Gehör in den „Babyschühchen“ fördern

Musikschule „Preludio“ unterrichtet nach der Brainin-Methode

Vom Musikwichtel zum SolistenVom Musikwichtel zum Solisten – LokalLust 21.Apr,12

Sie sitzen rund um den Flügel im Pfarrheim St. Antonius, fünf Jungs, zwei Mädchen. Alle im Kindergartenalter. Sie halten Holztafeln mit Notenlinien in der  Hand. Auf den kaum sichtbaren Fäden lassen sich schwarze und weiße Knöpfe auf die richtige Notenlinie schieben. Schlägt Jacek Stam einen tiefen Ton an, schieben die Kinder eine Note auf die unterste Linie der Tafel, schlägt er eine hohe Note an, rutscht eine zweite Note nach oben. Bis maximal zehn Noten, die Kinder nennen sie „Könige“, werden so über die Brainin-Tafel verteilt. Jacek Stam klopft den Rhythmus mit dem Schuh, dann geht er in einen Sprechgesang über: „ra ra ra ra – ra so.“ Und fragt: „Was für ein Lied ist das? Julius ruft:  „Hoppe, hoppe Reiter.“ Stimmt. „Die Kinder sind zwischen vier und sechs Jahre alt und können bereits nach drei bis fünf Monaten Töne unterscheiden. Dank der Brainin-Methode. Das hört sich nach „brain“, Englisch für Gehirn, an, hat aber damit nichts zu tun. Die Methode wurde von dem russischen Musikwissenschaftler Valeri Brainin entwickelt. Brainins Methode der musikalischen Früherziehung schult bereits bei Kindern ab 3 Jahren das musikalische Empfinden für Tonhöhen, Tonfolgen und Rhythmen über Hör, Seh- und Tastsinn und zielt auf den Erhalt des frühkindlichen absoluten Gehörs. Ganz nebenbei erlernen die Kinder gehörte Töne dem Klavier und dem Notensystem zuzuordnen und bekommen so eine fundierte Grundlage für das spätere Erlernen von Instrumenten.

Vor sieben Jahren gründeten Jacek und Katharina Stam ihre Klavierschule „Preludio“. Sie war 2005 dritte in Deutschland, die das Prädikat „Brainin-Musikschule“ erhielt und ihre Schüler nach dieser Methode unterrichten darf – und kann. Die Schulung der musikalischen Wahrnehmung mit der Methode von Valeri Brainin (GUS – ansässig in Hannover) ist nicht nur Basis der musikalischen Vorschule, in der inzwischen 80 Kinder unterrichtet werden. Die Methode findet Eingang in alle Unterrichtsfächer – Klavier, Stimmbildung, Gitarre, Akkordeon und Trompete. Um das zu gewährleisten, haben alle Musiklehrer bei Preludio eine besondere Ausbildung an der führenden Brainin-Musikschule in Hannover abgeschlossen.

„Preludio“ hat ein vielfältiges Angebot vom Einzelunterricht über die musikalische Früherziehung bis hin zum „Musikwichtel“. Dort können Eltern mit ihrem Nachwuchs von acht Monaten an Kinderlieder erlernen und den ersten Kontakt zur Musik herstellen. „ Die ersten musikalischen Erfahrungen sind enorm wichtig“, sagt Stam. Deshalb sollten Eltern nicht darauf verzichten – selbst wenn sie nicht so begabt sind. „Jedes Kinder wird mit dem gleichen musikalischen Talent geboren, hat ein absolutes Gehör“, sagt er. Damit es nicht verloren gehe, müsse es bereits in den „Babyschühchen“ gefördert werden.

Der Unterricht beginnt stets spielerisch. Elemente der Musiksprache werden mit Hilfe von Märchen und Abzählreimen dargestellt. Jacek Stam erzählt Geschichte vom Bäcker, dessen Backofen das ganze Brot frisst. Bereits im ersten Unterricht ist jedes Kind sofort in der Lage, mehrteilige Aufgaben im Spiel zu lösen. Dabei werden die einzelnen Elemente in ihrem Gesamtzusammenhang betrachetet: Die Kindern lernen nicht Viertel-, halbe und ganze Noten, sondern rhythmisch zusammenhängende Ausdrücke. Nicht ein einzelner Ton, sondern eine musikalische Phrase steht im Vordergrund. Tonstufen werden zunächst anhand einfacher Kinderlieder geübt und dann in Beziehung zum Grundton gesungen. Auf diesem Wege entwickelt und fördert Stam bei den Kindern bereits in der Anfangsphase des Musikunterrichts ein Gefühl für Tonalität und Harmonie Diese Erfolge von Anfang an motivieren die Kinder zum weiterlernen. „Mit dieser Basis ist es ganz einfach, später auf ein Instrument umzusteigen“, so der Halterner.

Jacek Stam ist überzeugt, dass Kinder von der Brainin-Methode profitieren. Er erzählt vom guten Körpergefühl“, das einem das Singen verschaffe, dem Einüben von Rhythmus und Disziplin, dem Gefühl für die Gruppe und für sich selbst – „die Brainin-Methode ist eine Schule fürs Leben“, so sein Fazit. Doch auch, wenn das in diesem frühen Stadium der Kindheit verpasst worden sei, sei es nie zu spät, um mit der Musik anzufangen, lacht er.

Text: Irene Stock


 

 > Infokasten
Für Jacek Stam (60) ist das Jahr 2012 ein Jubiläumsjahr: Genau 40 Jahre ist es her, dass der gebürtige Pole seinen ersten Auftritt beim Studentenfestival in Krakau /Polen hatte – und sofort mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Vor 20 Jahren kam er nach Haltern am See, wo er zunächst zehn Jahre in einer Musikschule unterrichtete. Am 4. Januar 2005 gründete er zusammen mit seiner Ehefrau Katharina eine eigene Musikschule. Parallel leitet er drei Chöre: den Shantychor Haltern und seit 2007 die „Chorvereinigung Haltern am See“, eine „Fusionschor“ aus den beiden Chören „MGV Frohsinn 1900“ und „Männerchor von 1921“.

Brainin-Musikschule Preludio
Jacek Stam
Lohstraße 38
45721 Haltern am See
Tel.: 02364 168217
E-Mail: info (et) preludio.biz
Web: www.preludio.biz