Wunderbare Zuversicht vertont

Benefizkonzert für Schule im Kongo

Halterner Zeitung – 21.02.2011 von Elisabeth Schrief

Janina Schulz und Florian Albers

HALTERN    Der Kongo ist noch kein Rechts- und auch kein Sozialstaat, aber die Lage ist hoffnungsvoll. Sagt Rupert Neudeck und freut sich, im April den ersten Spatenstich für die Haltern-Schule tun können. Applaus dafür gestern im Alten Rathaus.

„Let Me Entertain You“ hieß es dort am Nachmittag. Nachwuchskünstler Florian Albers bot, unterstützt von seiner Gesangslehrerin Janina Schutz sowie Klavierlehrer Jacek Stam, ein musika1isches Programm der Extraklasse. Begeisterte Zuhörer seines Benefizkonzertes — darunter Rupert und Christel Neudeck sowie Schirmherr Bürgermeister Bodo Klimpel – spürten Gänsehaut bei seinen melancholischen Musical-Intepretationen sowie angenehme Heiterkeit bei der hingebungsvollen Wiedergabe von Texten deutscher Liedermacher.

Besonderer Gruß

„Vor mir sitzt eine Schnittmenge“, sagte Mathematiklehrer und Moderator Konzertnachmittags, Franz Martin Neudeck. „Eine Schnittmenge aus Menschen die sich für Afrika interessieren und Menschen, die wegen der Musik von Florian Albers gekommen sind.“ Sein besonderer Gruß galt den spendablen Lions und Rotariern. Die Clubs überreichten jeweils 5000 Euro für die Haltern-Schule im kongolesischen Süd-Kivu.

Bildung ist wichtig

Schirmherr Bürgermeister Bodo Klimpel betonte, wie Wichtig Bildung sei, damit ein menschenwürdiger Staat entstehen könne. Er freut sich deshalb mit Rupert Neudeck, dem Gründer der Grünhelme, über die erstaunliche Unterstützung der Halterner. Über 20 000 Euro liegen bereits auf dem Spendenkonto. Rupert Neudeck lud Klimpel zur Einweihung der Haltern-Schule ein. „Es ist nur sehr heiß dort.“

„Die wunderbare Zuversicht, dass wir mit Mitteln aus Haltern die dritte Schuie in Süd-Kivu bauen können, war nicht vergebens“, dankte Rupert Neudeck. Die Dorfgemeinschaft ist am Hausbau beteiligt. Wenn die Grünhelme gehen, soll der Stolz auf die eigene Schule so gewachsen sein, dass sie diese achten und pflegen.

Wie hoffnungsvoll letztlich die Situation im Kongo ist, vertonte Jacek Stam in „Hope for Africa“ (Tango Nostalgia), von ihm gespielt als Welturaufführung gestern im Rathaus.         -Elisabeth Schrief-


Hope for Africa (Tango Nostalgia) – Antje Clara Bücker & Jacek Stam
Musik: Jacek Stam, Text: Antje Clara Bücker

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Aufnahme von Dominik Hassel, 26. Februar 2012.
2. Benefizkonzert „Eine Schule für Afrika“ – Altes Rathaus in Haltern am See.

(…) Und um dem Ganzen noch eine europaweite Ausdehnung zu geben, wurde von JacekKlaviernotenymne für die Aktion und die Schulen der Grünhelme im Süd-Kivu komponiert unter dem Titel „Hope for Africa“. (…) [mehr: http://www.grünhelme.org/?page_id=1101]

Hope for Africa (Tango Nostalgia) – Klaviernoten [Download]

Hope for Africa

 

 


 

Streit um Musikschule „Preludio“ geht weiter

18.01.2011 – Neue Klage und Beiladungsbeschluss

Halterner Zeitung, 25.01.2011. – von Berthold Fehmer

18.01.2011 - Neue Klage und Beiladungsbeschluss - Die Nachbarn Hans Erdmann-Falck und Dorothee Falck verklagen die Stadt Haltern, vertreten durch Bürgermeister Bodo Klimpel.

HALTERN    Die juristischen Auseinandersetzungen um die Musikschule „preludio“ von Jacek Stam gehen in eine weitere Runde: Die Nachbarn Hans Erdmann-Falck und Dorothee Falck verklagen die Stadt Haltern, vertreten durch Bürgermeister Bodo Klimpel.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen soll nach dem Willen der Kläger die von der Stadt Haltern nachträglich erteilte Baugenehmigung für Stam vom 21. Dezember 2010 für den Ausbau des Dachgeschosses an der Lohstraße sowie die Nutzungsänderung der Wohnräume in Musikunterrichtsräume aufheben.

Fehlerhaftes Lärmgutachten

Die Kläger gehen davon aus, dass die Zulassung von Unterrichtsräumen in einem „faktischen reinen Wohngebiet“ unzulässig und das der Genehmigung zugrunde liegende Lärmgutachten fehlerhaft sei. Zudem seien die immissionsschutzrechtlichen Auflagen nicht geeignet, Lärmbelästigungen den Nachbarn gegenüber zu vermeiden. Man behalte sich vor, einen Antrag auf Herstellung der aufschiebenden Wirkung zu stellen.

Hans-Erdmann Falck wollte sich auf Anfrage unserer Zeitung in der Sache mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Das Ehepaar Stam hingegen, das vom Richter des Verwaltungsgerichts beigeladen wurde, da ihre rechtlichen Interessen berührt sind, bedauert, dass die Streitigkeiten mit der erteilten Baugenehmigung kurz vor Weihnachten nicht abgeschlossen sind. Als „schönes Weihnachtsgeschenk“ habe er sie damals empfunden, sagte Jacek Stam. Die neue Klage sei ein „Spiel um unsere Existenz“. Und nicht nur das: „Viele Lehrer sind von uns abhängig.“

Keine Baugenehmigung

Zum Hintergrund: 2009 hatte das Ehepaar das Haus an der Lohstraße gekauft – nicht wissend, dass für das bereits ausgebaute Dachgeschoss keine Baugenehmigung vorlag. Zwischendurch musste die Musikschule aufgrund von Klagen der Nachbarn unter anderem in die Räumlichkeiten zweier Fitnessstudios ausweichen. Zwei Lärmgutachten wurden erstellt, das zweite nahm auch die Verkehrsströme und Parkplatzsituation ins Visier.

Die Musikschule „preludio“ hat insgesamt mehr als 100 Schüler, die zumeist im Einzelunterricht das Musizieren erlernen. Kleingruppen gibt es nur bei den ganz jungen Schülerinnen und Schülern.


Bitte, schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir publizieren es auf dieser Seite, eventuell auch anonym.

Redaktion www.preludio.biz


Ausgewählte E-Mail-Reaktionen

25.01.2011, 08:28
Liebe Familie Stam, es tut mir sehr leid. Es ist unglaublich, wie (…) diese Menschen sind. Wenn wir irgendwie helfen können, geben Sie bitte Bescheid.
Liebe Grüße, A. R.

25.01.2011, 10:23
Ich finde es eine (…), dass das Ehepaar so viel Steine in den weg legt. Nicht das davon ohne hin die Existenz der Musikschule dran hängt, auch das man nicht ohne Probleme die Musikschule führen kann, die Kinder und Jugendliche musikalisch fördert, wovon es sowieso schon zu wenig in Deutschland gibt, da fällt einem nichts zu ein – fast schon unmenschlich.

Ich finde es super wie ihr eure Arbeit macht und bin froh Unterricht bei euch zu haben.
Liebe Grüße Simon

25.01.2011, 20:45
Die Lohstrasse liegt als Verbindungsstrasse zwischen dem Nordwall und der Lavesumer Strasse.
Die Lohstrasse liegt mitten in dem Stadtgebiet, das die Stadt Haltern nordwestlich der Innenstadt (Nordwall) bildet.
Alle angrenzenden Wohnviertel nordwestlich der Innenstadt (Nordwall) zwischen Dahläckern, Oderstrasse, Lavesumer Strasse, Reinhard-Freerick Strasse und Hennewiger Weg waren im letzten Jahrhundert mit Gewerbe durchmischt. Folgende Gewerbe waren ansässig:
Bäuerliche Landwirtschaft mit Schweinezucht, Milchwirtschaft und Federvieh, Metzgereien, Bäckereien, Installateure, Friseure, Heißmangel, Bauunternehmungen, Garten- Landschaftsbaubetriebe, Architekturbüros, Lebensmittelgeschäfte, Gastronomie- und Kneipen, Fuhr- und Speditionsunternehmen, Busunternehmen, Öl- und Kohlenhändler, Kirchen, Gemeindehäuser, Kindergärten, Schulen, Kaffeerösterei, Blumengroßhandel, Bildhauerwerkstatt, Schmiede, Gardinen und Stofffachgeschäft, Radio- und Fernsehfachgeschäft, Versicherungsbüros und andere Dienstleister, und viele mehr; alle bekomme ich leider nicht mehr zusammen.

Den geschichtlichen Hintergrund dieses gewachsenen Stadtgebietes zu vergessen, entspräche nicht der Wirklichkeit. Es wäre blind und arrogant.

All diese gemischten Nutzungen sind für unser Lebensumfeld eine echte Bereicherung und waren für uns Bewohner niemals störend. Sie gehören zum Alltagsleben dazu, gaben Einblick in die Gesellschaft.

Die moderne Entwicklung der reinen Wohngebiete bietet den Menschen leider nicht mehr die Möglichkeiten der Vielfalt und der kurzen Wege. Wer schickt seine Kinder heutzutage noch schnell mal zum Einkaufen oder zur Musikschule um die Ecke?

Groß geworden auf der Lavesumer Str. 45 erinnere ich mich gut an zwei Ladenlokale an der Lohstraße, direkt neben dem Haus Nr. 38:(heute Fam. Stam & Preludio – JS)
– das Lebensmittelgeschäft Freericks, Lohstrasse 40.
– das Kneipenlokal mit Gastronomie, Lohstrasse 42.
Diese beiden Ladenlokale waren bis in die 70 er Jahre hinein belebt und genutzt.
Von daher ist die Lohstrasse zwischen Gildenstrasse und Lavesumer Strasse immer ein Mischgebiet gewesen.

An der Gildenstrasse gibt es ein Restaurant, einen Friseur, ein Steuerbüro, sowie eine Kirche mit Gemeindehaus, in der ein lebhaftes Gemeindeleben stattfindet.

In der Kirche finden regelmäßig Konzerte statt, im Gemeindehaus Tanzveranstaltungen und anderes.
Ach ja, einen Kindergarten gibt es ja auch noch an der Gildenstrasse.
Da kann die Familie Erdmann-Falck aber froh sein.
Das Bundesverfassungsgericht hat nämlich erst vor kurzem Kinderlärm als nicht beklagenswerten „Störfaktor“ benannt.

Noch ein Satz zum Abschluss:
„(…)“

Achim Becker
Dipl.Ing. Architekt
Disselhof 16
45721 Haltern am See


Die netten Nachbarn: Satiren

Verwandte kann man entfernen, aber Nachbarn bleiben Nachbarn. (E. Kishon) Nachbarn und ihre Eigenheiten sind ein fast unerschöpfliches Thema für jedermann. Die Familie Kishon lebt Tür an Tür mit Felix und Erna Selig. Ob es um die Lautstärke geht, mit der man Musik hören darf, ob ausgelassene Feste erlaubt sind oder die Renovierung der Wohnung, bei der alle mitleiden – Nachbarn sind eine besondere Spezies, die einem das Leben nicht immer leicht macht. Doch ohne sie wäre unser Leben so viel ärmer, denn auch die Hilfe unter Nachbarn ist legendär. Die Familie Kishon jedenfalls erlebt viel Abenteuerliches mit ihren lieben Nachbarn …

Satiren zur täglichen Katastrophe

Sie lauern überall und unaufhörlich: die Stolpersteine in Familie, Politik, Beruf und Finanzwesen. Ephraim Kishon, der 2009 fünfundachtzig Jahre alt geworden wäre, hat es vorausgeahnt: Was wir wirklich brauchen, in guten wie in schlechten Zeiten, ist das Lachen. Und die Erkenntnis: Krisen gehen vorüber, wenn der Humor bleibt.

Weit übers Meer

Chorvereinigung und Gäste luden zum Konzert in die Aula

Halterner Zeitung, 24.10.2010 – von Stefi Kudak 

Chorvereinigung und Gäste luden zum Konzert in die Aula - Halterner Zeitung, 24.10.2010 - von Stefi KudakHALTERN    „Weit übers Meer“ führte am Sonntagnachmittag (24.10.10) die Chorvereinigung ihre rund 200 Zuschauer in der Aula.

Begleitet wurde der Chor vom Dirigenten und Chorleiter Jacek Stam am Klavier und bei einigen Liedern auch von Vladimir Fell mit dem Bajan (eine Art Akkordeon), der ganz zu Anfang den „Matrosentanz“ aufführte. Nach der ersten Glanzleistung des Chores – das Publikum hatte bei „Weit übers Meer“ ganz leise mitgesungen – wurde kräftig applaudiert.

Nachdem die Chorvereinigung ihren ersten Teil, bestehend aus vier Liedern, vollendet hatte, kam der 17-jährige Sänger und Pianist Florian Albers zum Zuge. Er überzeugte das Publikum mit zwei Klassikern: „Imagine“ von John Lennon und „Music of the night“ von Andrew Lloyd-Webber. Gefühlvoll präsentierte er seine Lieder, der Dank in Form von tosendem Applaus ließ nicht lange auf sich warten. Florian Albers ist ein Klavierschüler Jacek Stams. Er durfte beim Konzert sein großes Talent beweisen. Weiter ging es mit den „Storytellers“. „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“, hieß ihr erstes Lied beim Konzert, mit dem die Damen aus Marl stimmlich und ohne weitere musikalische Begleitung überzeugen konnten.

„Wir möchten ganz besonders der Technik danken, die versucht hat, Mikrofone und Lichteffekte perfektionistisch einzustellen“, erklärte Jacek Stam zum Abschluss des Konzertes.

34 Männer

Die Chorvereinigung gibt es übrigens seit vier Jahren. Sie ging aus dem Männergesangsverein Frohsinn hervor. Heute treffen sich einmal wöchentlich 34 Männer, die gerne singen. „Nach so vielen Proben wollten wir endlich einmal wieder auftreten und organisierten dieses Konzert mit Seemannsliedern und Shantys“, erklärte Schriftführer und Sänger Josef Hülsmann. Vor zwei Jahren gab es bereits ein ähnliches Konzert – „Ein Strauß bunter Melodien“.

 

 

 

 

Semesterprüfung – Klavier – 07.07.10


Semesterprüfung - Klavier - 07.07.10

Geprüft wurde im Fach Klavier unter den Dozenten Sona Jafarova und Jacek Stam. Die Semesterprüfung bei Preludio ist keine Verpflichtung. Dennoch waren etliche Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 18 Jahren mutig genug vorzuspielen, was sie im vergangenen halben Jahr geübt haben. Alle Prüfungsteilnehmer holen ihre Zeugnisse am 11. Juli ( 16.00 Uhr) während des Sommerkonzertes im Pfarrheim St. Laurentius.

Ergebnis (nach Punktezahl und Alter):

Christian Strickling (8 J.) – 24,8 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: GS3*

Marc Hofschneider (9 J.) – 24,7 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: GS4*

Yannick Hofschneider (7 J.) – 24,5 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: GS2*

Caroline Seidel (7 J.) – 24,5 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: GS2*

Juliane Rudolph (7 J.) – 24,5 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: GS2*

Julius Maetzig (12 J.) – 24,4 Pkt. ( 1 )) Qualifikationsstufe: MS1

Tim Overhues (10 J.) – 24,2 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: GS4*

Jessica Sandermann (8 J.) – 24,0 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: GS2

Julia Richter (13 J.) – 24,0 Pkt. ( 1 ) Qualifikationsstufe: MS2*

Eileen Czempinski (18 J.) – 24,0 Pkt. Qualifikationsstufe: MS4

 

Prüfer: Sona Jafarova (Vorsitz.), Daniela Hofschneider-Zoldan, Jacek Stam
* Neu erhaltene Qualifikationsstufen

[Fotogalerie]


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