Musikalische Intelligenz nach Howard Gardner

Musikalische Intelligenz ist eine autonome Intelligenzform

Nette Überraschung

Keine der menschlichen Intelligenzen ist früher erkennbar als das musikalische Talent. Schon beim Kleinkind können wir erkennen, wie ausgeprägt die musikalische Begabung ist. Die musikalische Intelligenz ist eine autonome Intelligenzform, das zeigt sich unter anderem daran, dass selbst autistisch gestörte Kinder oder Kinder, die in anderen Intelligenzbereichen stark behindert sind, hohe musikalische Fähigkeiten entwickeln können. Man nimmt an, daß das Basis-Talent zur Musik weitgehend vererbt wird, dass aber doch andere, prägende Umwelteinflüsse, vor allem frühes Training, mit am Werk sein müssen, um die erstaunlichen „frühreifen“ Leistungen zu erzielen, die wir aus der Musikgeschichte kennen.

Der japanische Musiklehrer Suzuki hat mit Vorschulkindern ein Violin-Lernprogramm entwickelt, das die begabten Kleinen zu höchster Meisterschaft in diesem frühen Alter führt.

Gardner hat den kreativen Prozess bei Komponisten untersucht und ist dabei zu der Überzeugung gelangt, dass die „Erfindung“ von Musik kein Denkprozess ist, sondern eine Art „Tun“, wie beispielsweise Igor Strawinsky es beschrieben hat. Arnold Schönberg schrieb, dass der Komponist eine Sprache spricht, die sein Verstand nicht versteht, ebenso wie ein Schlafwandler Dinge tut, über die er im Wachzustand keine Auskunft mehr geben kann.

Komponenten der musikalischen Intelligenz

Komponenten der musikalischen Intelligenz sind die Fähigkeiten, Melodien, Rhythmen und Timbres (Klangfärbung) zu unterscheiden. Musik erfordert also eine horizontale Weise des Erfassens von Tönen und Tonfolgen über einen Zeitraum hinweg, und eine vertikale – die Wirkung von zwei oder mehreren Klängen zur selben Zeit, die Entstehung von Harmonien und Disharmonien.

Wie früh sich die musikalische Intelligenz bereits äußert, hat das tschechische Psychiater-Ehepaar Mechthild und Hanus Papousek erforscht: Sie stellten fest, dass Kinder schon mit zwei Monaten die Melodie, die Lautstärke und die Tonlage der Lieder ihrer Mütter erfassen können, und dass ein Kind schon mit vier Monaten eine rhythmische Struktur nachahmen kann. In der Mitte des zweiten Lebensjahres geschieht etwas Ent­ scheidendes in der Entwicklung der musikalischen Intelligenz: Zum ersten Mal sind Kinder in der Lage, selbst eine Serie von Tönen hervorzubringen, mit denen sie Intervalle erforschen.

Die Kinderpsychologin Jean Bamberger am Massachusetts Institute of Technology hat versucht, die Entwicklung der musikalischen Intelligenz analog zur kognitiven Entwicklungsfolge, wie sie Piaget beschrieben hatte, zu formulieren. Sie kam jedoch zu dem Schluss, dass die musikalische Intelligenz sich nach eigenen Regeln und Gesetzen entwickelt und nicht mit der linguistischen oder logischen mathematischen Intelligenz in Verbindung gebracht werden kann.

Das bedeutet nicht, dass es keine Querverbindungen zu anderen Bereichen des Intellekts gibt. Richard Wagner hatte in seiner Idee des Gesamtkunstwerks der Musik einen zentralen Platz gegeben – keineswegs die Laune eines Künstlers, denn die Musik hat in derTat weitreichenden Einfluss auf das menschliche Symbolsystem und andere intellektuelle Kompetenzen. Claude Levi-Strauss steht nicht allein mit seiner Meinung, daß, wenn wir Musik erklären können, wir auch den Schlüssel zum menschlichen Denken hätten. Besonders mit der räumlichen Intelligenz scheint die musikalische Intelligenz eng zusammenzuhängen. Schließlich sagt man der Musik auch eine sehr enge Verbindung mit der Mathematik nach, und von Pythagoras bis Bach wurde immer wieder versucht, musikalische und mathematische Ordnungen zueinander in Beziehung zu setzen. – H. E. –

(Dank freundlicher Unterstützung von Univ.-Prof. Günter Hanisch – aus Intelligenztheorie von Howard Gardner- Studienmaterialien Universität Wien)


  • [Musikwichtel für Kinder ab 8 Monaten]
    Bei den Musikwichtel werden Kinder ab ca. 8 Monaten zusammen mit ihren Eltern an die Wahrnehmung von Musik herangeführt. Der Kurs kann bis zum Alter von 3 Jahren fortgesetzt werden.Auf spielerische Art und Weise musizieren wir zusammen mit den Eltern und singen Lieder. Körperspiele, die von Liedern und Reimen begleitet werden, unterstützen uns bei der Entdeckung des eigenen Körpers (z.B. Hände, Füße, Beine, Arme). Musikwichtel lernen erste Instrumente und ihren Klang kennen.
  • [YouTube: 6-J. Kind mit absoluten Gehör – Brainin-Methode]

Brainin Method – Ear Training for children – 1st year of instruction
Here are demonstrated two forms of work with 4 to 6 years old children in order to develop their memory for music. These forms of work are:
(1) Hearing “in colors” (means relative pitch as a basis);
(2) Hearing in phrases (means rhythmic patterns as a bases).
You can see on this video the 1st year of instruction, which prepares children for more serious work with musical phenomena. The aim and later results one could observe in my other videos about the Brainin Method.

  • [Modell der multiplen Intelligenz nach Gardner]
    Howard Gardner bezweifelt das ganze Konzept der Intelligenzmessung. Aufbauend auf vielen Jahren psychologischer Forschung legt Gardner die Beweise für seine Theorie vor, dass es mindestens acht verschiedene Intelligenzbereiche gibt und sich jeder Mensch in verschiedenen Intelligenzbereichen einordnen kann.Nicht alle Intelligenzbereiche lassen sich aber mit Standardtests erfassen. Erst im Zusammenspiel dieser vielfachen Intelligenzen aber ergibt sich, wie Gardner es nennt, “menschlich kompetentes Verhalten”, das zu fördern die eigentliche Aufgabe jeder Gesellschaft sein müsste.Gardner unterschied ursprünglich acht Intelligenzenformen: sprachlich, musikalisch, logisch-mathematisch, körperlich-kinästhetisch, intrapersonal, intrapersonal, naturalistisch. In neuerer Zeit verweist er auf eine neunte Form der Intelligenz, die existenzielle (…)

Weitere Seiten zur Theorie der multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner:
Die 8 1/2-Formen der Intelligenz

Alles zum Thema Emotionale Intelligenz (EQ)

Siehe auch Definition Intelligenz

Quelle: Psychologie-News – Neues aus der Psychologie http://psychologie-news.stangl.eu/17/modell-der-multiplen-intelligenz-nach-gardner

25.01.09 Sänger an die Front

„Musikalisch gibt es heute abend nur Höhepunkte“

25.01.09 - Sänger an die Front

Schon wieder ein Semesterkonzert? Vor zwei Wochen gab es doch schon mal eins? Ja, aber diesmal bekam die Gesangsklasse der Musikschule Preludio erstmals ihr eigenes Konzert (Wir berichteten) – zugleich Prüfung, aber das zahlreich anwesende Publikum honorierte nur die Sänger und Sängerinnen.

Am Sonntagabend um 18 Uhr betrat der Gesangslehrer der Musikschule, Matthias Ortmann, die Bühne und kündigte an: „Dieses ist ein Experiment.“ Und die Zuschauer im vollen Saal des Alten Rathauses wussten auch noch nicht, was sie im Detail erwartete. Die Gesangsklasse bot 6 ihrer Schüler und zwei Vokalgruppen auf – ein schon mehr als zweistündiges Programm. Meistens wurden 3 Stücke pro Teilnehmer vorgetragen. Da das Konzert zugleich Semesterprüfung sein sollte, waren die anerkannten Gesangspädagoginnen Anne Klare (Münster) und Susanna Keye (Bochum) als externe Juroren geladen. Die SchülerInnen sollten unabhängiges und fundiertes Feedback bekommen – im vertraulichen Gespräch im Anschluss. Zusätzlich gab es aber noch einen Publikumspreis. Die Zuschauer sollten den beliebtesten „Act“ wählen.

Musikalische Hürden gab es an diesem Abend keine. Repertoire von Musical und Oldies bis Pop modernster Prägung, von Matthias Ortmann oft an den Tasten begleitet, gelegentlich auch mit Playbacks. Die jüngste Sängerin Sophie Monsheimer (11) machte gleich den Anfang und wagte sich unter anderem mit noch zarter jugendlicher Stimme an „My Heart Will Go On“, das Celine Dion ihrerzeit auf ein doch sehr hohes Plateau hob. Monika Hürter (46) hingegen hatte nicht nur reiferes Repertoire etwa von Carole King dabei, sondern sang auch ebenfalls lyrisch Melanie C. und Duffys „Warwick Avenue“.

Die Musikschule Preludio legt seit jeher Wert auf Ansagen, deshalb verknüpften die meisten Sänger Innen ihre Lieder mit Inhaltsangaben oder persönlich für sie damit verbundenen Botschaften. Sebastian Dziggel (29), einziger männlicher Gesangsschüler, widmete „Papa, Can You Hear Me?“ seinem Vater und gestaltete dann den Repertoireschwerpunkt Barbara Streisand sehr gefühlig von Ballade bis Uptempo und saÜber intoniert aus. Marina Heinrichs (25) brachte ihre beeindruckende körperliche Erscheinung und ihr rauchiges Timbre auf die Klassiker „Black Velvet“ und „Eternal Flame“ an. Ihr folgte Puny Lotfi (19), schon beim vorigen Semesterkonzert für Überraschungen gut, mit „The House of the Rising Sun“ – die Energie der „Animals“ floss deutlich ein – John Lennons „Imagine“, wobei ihre orientalische Stimmfärbung über ein R´n´B-Arrangement erklang, und dem ältesten Stück des Abends, „Somewhere Over the Rainbow“. Michaela Hensel (19) schliesslich, auf dem besten Weg zu einer lyrisch-ätherischen Stimmidentität, sang Maximo Park, Genesis und „Clocks“ von Coldplay, als habe sie die Stücke selbst geschrieben.

Bleibt noch zu erwähnen, dass zwei jugendliche Vokalgruppen, eine davon eine Chor-AG der Joseph-Hennewig-Schule, die Ortmann betreut, den Abend abrundeten. „Complicated“ von Avril Lavigne war zu hören, welches den Publikumspreis gewann und „Das Beste“ von Silbermond. So wird es das durchweg begeisterte Publikum wohl auch eingeschätzt haben. Das Beste.

„Musikalisch gibt es heute abend nur Höhepunkte“ – meinte Matthias Ortmann, der auch moderierte und manchmal mit den Tücken der Soundtechnik für seine Schüler zu kämpfen hatte. Ein dennoch gelungener Abend. Die Musikschule Preludio hegt die Hoffnung auf weitere solche Konzerte, gerne auch mit Unterstützung durch Sponsoren oder einem alternativen Veranstaltungsort. [Fotogalerie]

Das absolute Gehör

Ohr

Als absolutes Gehör oder Tonhöhengedächtnis bezeichnet man die meist angeborene, aber auch erlernbare Fähigkeit eines Menschen, die Höhe eines beliebigen gehörten Tons zu bestimmen, d. h. ihn innerhalb eines Tonsystems exakt einzuordnen, ohne dabei einen Bezugston zu hören. Weitgehend ungeklärt ist, welche neuronalen Zusammenhänge für das absolute Gehör verantwortlich sind und welche Funktionen im Gehirn und Hörnerv dazu benötigt werden. [Quelle: Wikipedia]

Siehe auch: [Absolutes Gehör]

Bücher-Tipps:

  1. Musikpsychologie. Ein Handbuch.
    Ein Handbuch. von Herbert Bruhn, Rolf Oerter, und Helmut Rösing (Broschiert – August 2002)

Musikpsychologie: Das neue Handbuch von Herbert Bruhn, Reinhard Kopiez, und Rolf Oerter (Taschenbuch – 2005)

  1. Das wohltemperierte Gehirn: Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt
    von Robert Jourdain (Taschenbuch – Mai 2001)
  2. Handbuch der Musikpsychologie von Helga de LaMotte-Haber, Helga de la Motte- Haber, Reinhard Kopiez, und Günther Rötter (Gebundene Ausgabe – Juli 2002)

  3. Musik und Emotionen: Grundlagen, Forschung, Diskussion von Jörg Schönberger (Broschiert – Mai 2006)

  4. Inner Game Musik: Der Mozart in uns. Im Buch befinden sich über 50 Übungen zum Selbststudium mit Notensätzen von Barry Green und W. T. Gallwey von Pan Books (Taschenbuch – 6 Juni 2003)

  5. Durch Musik zum Selbst: Wie man Musik neu erleben und erfahren kann von Peter M. Hamel (Taschenbuch – 1980)

  6. (This Is Your Brain on Music: The Science of a Human Obsession) By Levitin, Daniel J. (Author) Paperback on (09 , 2007) von Daniel J. Levitin von B&T (Gebundene Ausgabe – 3 August 2006)

  7. Klänge für die Seele. Mit Tönen die persönliche Entwicklung fördern von Harald Knauss (Taschenbuch – September 2000)

  8. Music and Emotion: Theory and Research. (Series in Affective Science): Theory and Research (Series in Affective Science) von Patrik N. Juslin und John A. Sloboda von Oxford University Press (Taschenbuch – 4 Oktober 2001)

  9. Physikalische und psychoakustische Grundlagen der Musik von Juan G. Roederer (Gebundene Ausgabe – Januar 2000)

  10. Exploring the Musical Mind: Cognition, Emotion, Ability, Function von John A. Sloboda von Oxford University Press (Taschenbuch – 25 November 2004)

  11. Erlebnis Zuhören. Eine Schlüsselkompetenz wiederentdecken von Volker Bernius, Regina Oehler, und Karl-Heinz Wellmann (Broschiert – Juli 2007)

  12. This Is Your Brain on Music von Daniel J. Levitin von B&T (Taschenbuch – 31 Juli 2007)

  13. Der Aufstand des Ohrs – die neue Lust am Hören. Reader neues Funkkolleg von Volker Bernius, Peter Kemper, und Regina Oehler (Broschiert – Oktober 2006)

  14. Musical Communication von Dorothy Miell, Macdonald Raymond, und David J. Hargreaves von Oxford University Press (Taschenbuch – 14 Juli 2005)

  15. The Child as Musician: A Handbook of Musical Development von McPherson von Oxford University Press (Taschenbuch – 1 Juni 2006)

  16. Musik – Kinesiologie. Kreativität ohne Streß im Musikerberuf von Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss (Taschenbuch – November 2000)

  17. Music, Motor Control, and the Brain von Eckart Altenmüller, Mario Wiesendanger, und Jürg Kesselring von Oxford University Press (Taschenbuch – 27 Juli 2006)

  18. Musikpsychologie: Jahrbuch der Musikpsychologie 17. musikalische Begabung und Expertise: Bd 17 von Klaus-Ernst Behne, Günter Kleinen, Helga de LaMotte-Haber, und Helga de la Motte-Haber (Taschenbuch – April 2004)

  19. Musikpsychologie: Musikpsychologie. musikalische Sozialisation im Kindes- und Jugendalter: Bd 19 von Klaus-Ernst Behne, Günter Kleinen, Helga de LaMotte-Haber, und Helga de la Motte-Haber (Broschiert – August 2007)

  20. Music and the Brain: Tales of Music and the Brain von Oliver Sacks von Picador (Gebundene Ausgabe – 2 November 2007)

  21. Grundlagen der Musiktherapie und Musikpsychologie von Gerhart Harrer (Gebundene Ausgabe – 1982)

  22. The Cognitive Neuroscience of Music von Isabelle Peretz und Robert J. Zatorre von Oxford University Press (Taschenbuch – 10 Juli 2003)

  23. Ganz Ohr. Interdisziplinäre Aspekte des Zuhörens (Edition Zuhören) von Volker Bernius und Hans Sarkowicz (Taschenbuch – April 2002)

  24. Das historisch-politische Lied im Geschichtsunterricht von Fridolin Wimmer (Broschiert – 1994)

27.Die Musik des Menschen von Tonius Timmermann (Broschiert – 1994)

  1. Musikpsychologie: Musikpsychologie, Bd.15, Die Musikerpersönlichkeit: Bd 15 von Klaus-Ernst Behne, Günter Kleinen, Helga de LaMotte-Haber, und Helga de la Motte- Haber (Taschenbuch – 2000)
  • Kinder singen Lieder: Über den Prozess der Kultivierung des vokalen Ausdrucks von Stefanie Stadler Elmer (Broschiert – 2002)

  • Musikpädagogische Forschungsberichte: Musikpädagogische Forschungsberichte 1994 von Heiner Gembris, Rudolf-Dieter Kraemer, und Georg Maas (Taschenbuch – 5 April 1995)

  • Musik und Emotionen. Grundlagen, Forschung, Diskussion von Jörg Schönberger (Broschiert – Mai 2006)

  • Musik und ihre Psychologien von Markus Büchler (Taschenbuch – Oktober 2000)

  • 33.Musikpsychologie in der Schule. Akademiebericht Nr. 273. Forum Musikpädagogik, Bd. 15 von Herbert Bruhn und Helmut Rösing (Taschenbuch – 2 Januar 2003)

    1. Heinrich Schütz. Eine musikpsychoanalytische Studie (Imago) von Bernd Oberhoff (Broschiert – Juni 2006)

    2. Durch Musik zum Selbst (7145 713). Wie man Musik neu erleben und erfahren kann. von Peter M. Hamel (Broschiert – 1980)

    3. Der Mozart in uns von Barry Green und W. T. Gallwey (Taschenbuch – 2000)

    4. Musikpsychologie. Eine Einführung von Helga de LaMotte-Haber und Helga de la Motte- Haber (Taschenbuch – Januar 2001)

    5. Niemand ist unmusikalisch. Nachsinnen über Ursachen von sogenannter Unmusicalität von Daniel Cerny (Broschiert – April 2006)

    6. Die Musik als Geliebte. Zur Selbstobjektfunktion der Musik (Imago) von Bernd Oberhoff (Taschenbuch – August 2003)

    7. Schnittmuster. Affektive Reaktionen auf variierte Bildschnitte bei Musikvideos von Mirjam Schlemmer-James (Broschiert – Oktober 2006)

    8. Instrumentales Üben und Aspekte der Persönlichkeit. Eine Grundlagenstudie zur Erforschung physischer und psychischer Abweichungen durch Instrumentalspiel von Christian Harnischmacher (Broschiert – 1993)

    9. Enzyklopädie der Psychologie / Serie 7: Allgemeine Musikpsychologie – Bd. 1: Bd 1 von Niels Birbaumer, Dieter Frey, Julius Kuhl, und Thomas H. Stoffer (Gebundene Ausgabe – Februar 2005)

    10. Musikpsychologie. Das neue Handbuch von Herbert Bruhn, Reinhard Kopiez, und Rolf Oerter (Taschenbuch – 2005)

    11. Nicole Oresme und der Frühling der Moderne: Die Ursprünge unserer modernen quantitativ-metrischen Weltaneignungsstrategien und neuzeitlichen Bewusstseins- und Wissenschaftskultur von Ulrich Taschow (Broschiert – 1 Januar 2003)

    12. Der Musiker und sein Instrument. Studien zu einer besonderen Form der Bezogenheit von Karin Nohr (Broschiert – März 1997)

    13. Musikpsychologie: Musikpsychologie, Bd.16, Musikpsychologie: Bd 16 von Klaus-Ernst Behne, Günter Kleinen, Helga de LaMotte-Haber, und Helga de la Motte- Haber (Taschenbuch – Oktober 2002)

    Musikstunde mit Märchen führt zum „absoluten Gehör“

    Ruhr Nachrichten – Halterner Zeitung – 07.04.05

    Musikstunde mit Märchen führt zum "absoluten Gehör" - Halterner Zeitung - 07.04.05

    Jacek Stam führt Brainin Methode in Haltern. Hier ist nicht die Rede von C-Dur oder Notenschlüsseln, hier gehen Drachen auf die Bahnreise oder werden am Halsband geführt. Beim Musikunterricht nach dem Konzept des russischen Musikpedagogen Valeri Brainin steht der Spaß am Klang im Vordergrund.

    „Das ganze Konzept“, erklärt Jacek Stam von der Musikschule Preludio, „ist wie ein Märchen aufgebaut. Von Noten spricht hier niemand.“

    Stam selbst unterrichtet ab April in seiner Musikschule nach dieser Methode. Sie ist besonders als musikalische Früherziehung für Kinder geignet. „Die Mädchen und Jungen“, so Stam, „lernen hiermit sehr viel schneller.“ Ziel der Methode ist es, den Schülern einen einfachen Weg zu zeigen, um das „absolute Gehör“ zu erreichen.

    Keine „graue Theorie“

    Der Trick bei der Methode: Die Kinder lernen Klänge und Klangfolgen kennen, beginnen mit einfachen Klangübungen, die aufeinander aufbauen. Graue Theorie kommt hierbei nicht vor. Töne und Melodien werden kindgerecht vermittelt, schon in der ersten Stunden üben die kleinen Musikschüler ihre Töne auch am Klavier.

    Geeignet ist der Unterricht für Kinder ab vier Jahren. Voraussetzung für den Unterricht nach der Methode von Brainin ist, dass die Eltern am Unterricht teilnehmen. „die Kinder haben besonders viel Spaß“, so Stam, „wenn die Eltern mitmachen.“ Außerdem sei die Arbeit mit den Kindern in in effektiverer Form möglich, wenn die Eltern dabei sind, um die Kinder mit anzuleiten. Den spielerischen Umgang mit den Tönen müssen die Kinder allerdings auch zu Hause weiter üben, hiezu erhalten die Eltern konkrete Arbeitsanweisungen.

    Die Musikschule Preludio ist eine von vier Schulen in Deutschland, die eine Lizenz für die Entwicklung der musikalischen Intelligenz bei Kindern nach der Brainin-Methode erhalten hat. Für die Arbeit mit Kindern hat Brainin verschiedene Hilfsmittel entwickelt wie ein Notenlinienbrett mit beweglichen Knöpfen, eine Art „Glasperlenspiel“ und einen so genannten „tonalen Rechenschieber“, der die Beziehungen der einzelne Stufen jeder Tonart zeigt.  – hei –

    ZUR SACHE

    Die Anfänge der Brainin-Methode liegen 25 Jahre

    Die Anfänge der Brainin-Methode liegen 25 Jahre zurück und haben ihre Wurzeln in Russland. Die Grundlagen hierzu entwickelte Valeri Brainin 1974 bis 1976. Dabei kam ihm zugute, dass er neben Musiktheorie und Komposition auch Linguistik und Mathematik studiert hatte. Hierbei geht es darum, dass Kinder die Musik von Anfang an als etwas Ganzheitliches wahrnehmen. musikalische Elemente werden mit Hilfe von Sprache, Gesang, Gestik und eigener Ausführung am Instrument gelernt. Der Unterricht beginnt ganz einfach, und jedes Kind kann die Aufgaben lösen. Ein Merkmal der Methode ist, dass schwierige musikalische Elemente in kindgerechte Formen verpackt werden, in Märchen, Abzählreime, anchauliche Erläuterungen, dabei aus ihrem Gesamtzusammenhang gerissen werden nicht nur Viertelnoten oder halbe Noten gelernt, sondern einfache rhythmisch zusammenhängende Formeln, wie sie auch in praktischer Musik vorkommen. In der Literatur heißt es, dass sich bei 80 Prozent der Schüler so das nahezu absolute Gehör entwickeln lässt. Valeri Brainin verließ 1990 die Sovietunion und übernahm 1998 eine Musikschule in Niedersachsen. Die besten Erfolge sind bei kleinen Kinder zu erzielen, diese Methode eignet sich aber auch für Erwachsene, die kein Instrument spielen. Sie lernen, wie sie Musik besser verstehen und interpretiert können.
    Suplement (Preludio Redaktion):

    • Ab 04.04.05 bei Preludio beginnen neue Früherziehung Kurse mit Schwerpunkt – Entwicklung der musikalischen Intelligenz bei Kindern nach Brainin-Methode, für Kinder ab 4-5 Jahre. Preis: ab 15 EUR pro Monat – 180 EUR pro Jahr
    • Ab 01.01.06 bei Preludio beginnen neue Früherziehung Kurse nach Brainin-Methode für Kinder ab 3 Jahre.
    • Ab 01.01.07 – Preis: 21 EUR pro Monat.
    • Ab 01.09.07 bei Preludio beginnen neue Früherziehung Kurse nach Brainin-Methode für Kinder ab 2 Jahren .