Förderpreis für Halterner Musikschüler 2012

Applaus für Förderpreis-Teilnehmer

Förderpreis-Teilnehmer - Sabrina, Christian, Juliane und Tim Glückliche Preisträger: Sabrina, Christian, Juliane und Tim

Haltern am See ■ In diesem Jahr galt der Förderpreis für Halterner Musikschüler, gestiftet von der Volksbank Haltern eG, der Instrumentenklassen Klavier und Gitarre. In den Räumen der städtischen Musikschule fand am 10.11.2012 das Wertungsspiel vor einer fachkundigen Jury, bestehend aus Musik- und Hochschullehrern, statt.

Unter vielen Preisträger sind auch 4 SchülerInnen der Brainin-Musikschule Preludio, Klavierklassen bei Sona Jafarova und Daniela Hofschneider-Zoldan: (v.l)

  • Sabrina Meintrup – 1. Preis,
  • Christian Strickling – 1. Preis,
  • Juliane Rudolph – 1. Preis
  • Tim Overhues – 1. Preis

Wir gratulieren und bedanken uns recht herzlich für Eure, Schüler- und Lehrerarbeit.  Weiter viel Erfolg

Siehe auch: Lokalkompass und Facebook
 

 

 

 

 

 


 

Vom Musikwichtel zum Solisten

21.04.12 LokalLust – Text: Irene Stock, Fotos: Jürgen Rustemeyer
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Das absolute Gehör in den „Babyschühchen“ fördern. Vom Musikwichtel zum SolistenDas absolute Gehör in den „Babyschühchen“ fördern

Musikschule „Preludio“ unterrichtet nach der Brainin-Methode

Vom Musikwichtel zum SolistenVom Musikwichtel zum Solisten – LokalLust 21.Apr,12

Sie sitzen rund um den Flügel im Pfarrheim St. Antonius, fünf Jungs, zwei Mädchen. Alle im Kindergartenalter. Sie halten Holztafeln mit Notenlinien in der  Hand. Auf den kaum sichtbaren Fäden lassen sich schwarze und weiße Knöpfe auf die richtige Notenlinie schieben. Schlägt Jacek Stam einen tiefen Ton an, schieben die Kinder eine Note auf die unterste Linie der Tafel, schlägt er eine hohe Note an, rutscht eine zweite Note nach oben. Bis maximal zehn Noten, die Kinder nennen sie „Könige“, werden so über die Brainin-Tafel verteilt. Jacek Stam klopft den Rhythmus mit dem Schuh, dann geht er in einen Sprechgesang über: „ra ra ra ra – ra so.“ Und fragt: „Was für ein Lied ist das? Julius ruft:  „Hoppe, hoppe Reiter.“ Stimmt. „Die Kinder sind zwischen vier und sechs Jahre alt und können bereits nach drei bis fünf Monaten Töne unterscheiden. Dank der Brainin-Methode. Das hört sich nach „brain“, Englisch für Gehirn, an, hat aber damit nichts zu tun. Die Methode wurde von dem russischen Musikwissenschaftler Valeri Brainin entwickelt. Brainins Methode der musikalischen Früherziehung schult bereits bei Kindern ab 3 Jahren das musikalische Empfinden für Tonhöhen, Tonfolgen und Rhythmen über Hör, Seh- und Tastsinn und zielt auf den Erhalt des frühkindlichen absoluten Gehörs. Ganz nebenbei erlernen die Kinder gehörte Töne dem Klavier und dem Notensystem zuzuordnen und bekommen so eine fundierte Grundlage für das spätere Erlernen von Instrumenten.

Vor sieben Jahren gründeten Jacek und Katharina Stam ihre Klavierschule „Preludio“. Sie war 2005 dritte in Deutschland, die das Prädikat „Brainin-Musikschule“ erhielt und ihre Schüler nach dieser Methode unterrichten darf – und kann. Die Schulung der musikalischen Wahrnehmung mit der Methode von Valeri Brainin (GUS – ansässig in Hannover) ist nicht nur Basis der musikalischen Vorschule, in der inzwischen 80 Kinder unterrichtet werden. Die Methode findet Eingang in alle Unterrichtsfächer – Klavier, Stimmbildung, Gitarre, Akkordeon und Trompete. Um das zu gewährleisten, haben alle Musiklehrer bei Preludio eine besondere Ausbildung an der führenden Brainin-Musikschule in Hannover abgeschlossen.

„Preludio“ hat ein vielfältiges Angebot vom Einzelunterricht über die musikalische Früherziehung bis hin zum „Musikwichtel“. Dort können Eltern mit ihrem Nachwuchs von acht Monaten an Kinderlieder erlernen und den ersten Kontakt zur Musik herstellen. „ Die ersten musikalischen Erfahrungen sind enorm wichtig“, sagt Stam. Deshalb sollten Eltern nicht darauf verzichten – selbst wenn sie nicht so begabt sind. „Jedes Kinder wird mit dem gleichen musikalischen Talent geboren, hat ein absolutes Gehör“, sagt er. Damit es nicht verloren gehe, müsse es bereits in den „Babyschühchen“ gefördert werden.

Der Unterricht beginnt stets spielerisch. Elemente der Musiksprache werden mit Hilfe von Märchen und Abzählreimen dargestellt. Jacek Stam erzählt Geschichte vom Bäcker, dessen Backofen das ganze Brot frisst. Bereits im ersten Unterricht ist jedes Kind sofort in der Lage, mehrteilige Aufgaben im Spiel zu lösen. Dabei werden die einzelnen Elemente in ihrem Gesamtzusammenhang betrachetet: Die Kindern lernen nicht Viertel-, halbe und ganze Noten, sondern rhythmisch zusammenhängende Ausdrücke. Nicht ein einzelner Ton, sondern eine musikalische Phrase steht im Vordergrund. Tonstufen werden zunächst anhand einfacher Kinderlieder geübt und dann in Beziehung zum Grundton gesungen. Auf diesem Wege entwickelt und fördert Stam bei den Kindern bereits in der Anfangsphase des Musikunterrichts ein Gefühl für Tonalität und Harmonie Diese Erfolge von Anfang an motivieren die Kinder zum weiterlernen. „Mit dieser Basis ist es ganz einfach, später auf ein Instrument umzusteigen“, so der Halterner.

Jacek Stam ist überzeugt, dass Kinder von der Brainin-Methode profitieren. Er erzählt vom guten Körpergefühl“, das einem das Singen verschaffe, dem Einüben von Rhythmus und Disziplin, dem Gefühl für die Gruppe und für sich selbst – „die Brainin-Methode ist eine Schule fürs Leben“, so sein Fazit. Doch auch, wenn das in diesem frühen Stadium der Kindheit verpasst worden sei, sei es nie zu spät, um mit der Musik anzufangen, lacht er.

Text: Irene Stock


 

 > Infokasten
Für Jacek Stam (60) ist das Jahr 2012 ein Jubiläumsjahr: Genau 40 Jahre ist es her, dass der gebürtige Pole seinen ersten Auftritt beim Studentenfestival in Krakau /Polen hatte – und sofort mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Vor 20 Jahren kam er nach Haltern am See, wo er zunächst zehn Jahre in einer Musikschule unterrichtete. Am 4. Januar 2005 gründete er zusammen mit seiner Ehefrau Katharina eine eigene Musikschule. Parallel leitet er drei Chöre: den Shantychor Haltern und seit 2007 die „Chorvereinigung Haltern am See“, eine „Fusionschor“ aus den beiden Chören „MGV Frohsinn 1900“ und „Männerchor von 1921“.

Brainin-Musikschule Preludio
Jacek Stam
Lohstraße 38
45721 Haltern am See
Tel.: 02364 168217
E-Mail: info (et) preludio.biz
Web: www.preludio.biz

Große Stimmen. Preludio-Schüler von Janina Schulz begeisterten im Konzert

Am Sonntag, 10.07.2011 zeigten sich die SchülerInnen von Janina Schulz auf einem Niveau, dass nur staunen lässt.

Stimmlich, interpretatorisch, höchst musikalisch und unterhaltsam brillierten die SchülerInnen im Alter von 12 bis 23 Jahren. Zur instrumentalen Begleitung von Jacek Stam (Klavier), Dietmar Schulz (Percussion) und Patrick Wörner (Gitarre) präsentierten die jungen SängerInnen ihre eigenen Interpretationen von großen Singer-/Songwriter Klassikern. Dabei brauchen Sie sich absolut von keinem der großen Originale wie Adele, Annie Lennox, Milow, Marit Larssen u.v.a. verstecken. Neben bekannten Songs durfte sich das Publikum auch über in Deutschland eher unbekanntere Titel freuen, die sie von einer sehr starken Sharon Betker in die Stimmung einer Jazz-Bar entführte. Für ganz besondere Abwechslung und großen Augen und Ohren sorgte zum Abschluss Milena Sado mit den atemberaubenden Höhen und leichten Koloraturen in Rossini´s La Pastorella.

Einige der SchülerInnen überzeugten nicht nur mit ihren Stimmen, sondern begleiteten sich auch selbst am Klavier oder an der Gitarre. So zeigten Simon Schmidt (Gesang, Gitarre, Klavier), Nadja Sdanowitz (Gesang, Klavier) und Ellena Bleß (Gesang, Gitarre) ganz besonders, was einen Singer-/Songwriter ausmacht. Ein textschweres Lied zu singen und ein oder mehrere Instrumente zu spielen. Die Gesangslehrerin und Leiterin der Gesangsklasse, Janina Schulz ist sehr zufrieden mit der Entwicklung ihrer SchülerInnen und freut sich drauf noch sehr viel mehr mit den jungen SängerInnen zu erreichen. Die Prüfungskommission freute sich hohe Wertungen abgeben zu können.

[Fotogalerie]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preludio spielt und singt zum dritten Advent

Voller Saal, beeindruckende Darbietungen und begeisterte Familien beim Winterkonzert der Halterner Musikschule (16.12.07. )

Winterkonzert der Musikschule Preludio

Haltern. Es ist bereits Tradition bei der Musikschule Preludio unter Leitung von Jacek Stam, zwei Schülerkonzerte im Jahr zu veranstalten. Nach Juni 2007 war auch diesmal am Nachmittag des 3.Advent ein buntes Programm im Alten Rathaus zu hören.

Der Saal war voller Kinder, Jugendlicher, Eltern und Verwandte, die hoffnungsvolle Solisten, neue Lehrer und neue Akzente in der musikalischen Zusammenarbeit miterlebten. Nicht weniger als 20 junge Klavierschüler präsentierten sich diesmal, von denen 4 ihre Semesterprüfung am 13.12. mit mindestens 21 von 25 Punkten gemeistert hatten. Alle nahmen von ihrem Lehrer Jacek Stam ihr Zeugnis entgegen und natürlich den Applaus des Publikums. Das beste Ergebnis errang Henrike Fry mit 22,5 Pkt.

Aber auch ganz junge SchülerInnen, 5 Jahre alt oder mit einem Monat Spielerfahrung, fanden den Mut vorzuspielen und die Anerkennung war ihnen gewiss.

Am häufigsten zu hören, besonders bei den Neulingen, waren diesmal wieder Kompositionen von John Wesley Schaum, neben Yaan Tiersen, Aram Chatchaturjan, Grieg und Debussy. Mit letzterem eröffnete der „Senior“ der Klavierschüler, Clemens Bernemann (17) souverän die zweite Programmhälfte.

Zwischen den Klavierdarbietungen waren die neuen Lehrer der Musikschule Preludio an der Reihe. Sona Jafarova aus Aserbaidschan, frischgebackene Absolventin der Musikhochschule Münster, wird Jacek Stam ab Februar 2008 im Fach Klavier „entlasten“. Sie begeisterte mit zwei Improvisationen, die ihrer Heimat gewidmet waren.

Stephan Lucka, zuständig für Gitarre und Bass, begleitete sich auf einem 5-saitigen Bass auch selbst zu seiner Eigenkomposition „Don´t look at me“, die intim und eindringlich anrührte.

Erstmals präsentierte sich bei diesem Preludio-Schülerkonzert auch die Gesangsklasse, die Matthias Ortmann leitet. Wie Stephan Lucka Absolvent des Conservatoriums Enschede, brachte er Schülerinnen im Alter von 12 bis 21 Jahren auf die Bühne, mit dem Schwerpunkt Popgesang, und unterstützte sie mit Tasten- und Percussionspiel.

Sanft-melancholisch (Lea Buttgereit mit „My immortal“ oder energisch-soulig (Tatjana Rüter mit „If I ain´t got you“, sie begleitete Steffen Timte) – jedes Lied offenbarte viel Talent und eine schon erkennbare persönliche Note.

Auch Duette gab es – Tatjana Rüter mit Annabell Pahlke zu „Funkelperlenaugen“ und Matthias Ortmann selbst mit Nadja Fischer zu Peter Gabriels „Don´t give up“. Diese intim-melancholische Ballade brachte sogar Tränen hervor.

Nachdem Stephan Lucka hier am Bass eingestiegen war, brachte die gesamte noch anwesende Lehrerschaft als Band mit „With a little help from my friends“ das Konzert zu einem krönenden Abschluss. Nadja Fischer und zwei Backgroundsängerinnen priesen die Freundschaft vokalistisch.

Alle Schüler, Lehrer und Verwandte waren voll des Lobes über das, was es zu hören gab und fanden das Konzert äusserst gelungen.

Und Jacek Stam plant noch mehr: „Wir wollen einmal alle drei Monate in Altenheimen Konzerte mit unseren besten Schülern gestalten. Zu den Menschen, die Musik lieben, aber keine Veranstaltungen mehr auswärts besuchen können, kommen wir selbst. Ich bin sicher, sie werden sich sehr freuen.“Das erste Ereignis dieser Art ist für Ende Februar im Altenheim St.Sixtus geplant.

Auch werden in Zukunft sicher die verschiedenen Lehrer und Instrumente bei Preludio öfter zusammenarbeiten. Man darf noch auf etliche schöne Konzerte gespannt sein, wenn sie so laufen wie dieser musikalische dritte Advent.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Team der Stadtagentur und allen Helfern, Spendern und Aktiven, die zusammen mit Katharina und Jacek Stam dieses Konzert möglich gemacht haben.