Erfolgreiche Pianisten im Alten Rathaus

Erfolgreiche Pianisten im Alten Rathaus

Eingebettet in Beiträge von Chören, Solisten und vielen Neulingen am Klavier stellten sich am Sonntagnachmittag 4 junge Pianisten der Musikschule Preludio ihrer Klavier-Semesterprüfung. Alle schlossen mit glänzenden Ergebnissen ab und erreichten damit die jeweils nächste Klasse. Mit 3 Stücken aus verschiedenen Epochen konnte jeder Schüler 25 Punkte für Technik und Interpretation erreichen.

Im einzelnen gab es folgende Ergebnisse: Julia Richter erhielt 23,4 von 25 Punkten in der 2. Klasse Grundstufe, Paul Schumann 22,7 Punkte in der 2. Klasse Grundstufe, Julius Maetzig 21,9 Punkte in der 2. Klasse Grundstufe und Birte Hoffmann 24,6 Punkte, 2. Klasse Oberstufe. Mit einem neuen Programm auf höherem Niveau werden sich die Schüler im nächsten Sommer erneut präsentieren, um ihre Fortschritte zu demonstrieren.

Werke von Grieg und Schostakowistsch, von Bach, Mozart, Glinka und vielen anderen bilden zusammen mit zeitgenössischen Kompositionen von Schaum und Thiersen das Repertoire der 21 Schüler, die sich mit ihrem konzertanten Beitrag präsentierten. Herausragend zeigte sich wiederum Eileen Czempinski als Gewinnerin des 2. Preises beim Förderwettewerb der Halterner Musikschule mit einer Nocturne von Edvard Grieg.

Besonderer Beliebtheit bei den jungen Pianisten erfreuen sich zur Zeit die eingängigen Kompositionen von Yaan Thiersen, aus dessen die Soundtracks zu „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und „Good bye, Lenin“ stammen.

Das Rahmenprogramm des Konzertes begann mit einem Abschied. Mit dem heutigen Auftritt endet die Ära des Männergesangvereins „1921“, wie schon vor einer Woche der MGV „Frohsinn“ sein letztes Konzert im Sixtuskrankenhaus gab. Beide Chöre schließen sich im neuen Jahr zur Chorvereinigung Haltern am See e.V. unter der Leitung von Jacek Stam zusammen, um mit einem neuem Programm das Publikum und neue Sänger für den Männerchorgesang zu begeistern.

Eli Preckel aus Emsdetten, Uli Seidler aus Hattingen, die „Storytellers“ aus Marl, der „Preludio-Chor“ und der Kinderchor der Musikschule unter der Leitung von Sylke Wiegers trugen mit ihren hervorragenden musikalischen Beiträgen aus Musical, Gospel und unterhaltsamer Klassik zum Gelingen des Konzertes bei und die Chöre hoffen, einige zukünftige Chorsänger zum Mitmachen motiviert zu haben.

Dem Team der Stadtagentur, allen Helfern, Spendern und Aktiven danken Katharina und Jacek Stam für ihren Einsatz im Vorfeld, während und nach dem Konzert.

Ein üppiges musikalisches Menü

WAZ 05.04.06 

Beim Konzert der Musikschule Preludio im Alten Rathaus zeigten Stam-Schüler ihr Können

Ein üppiges musikalisches Menü - WAZ 05.04.06

Haltern. Ein üppiges musikalisches Menü servierte die Preludio, Brainin-Musikschule am Wochenende im Alten Rathaus. Moderiert von Theodor Kleine-Schulte, zeigten 19 Schüler, die, von Jacek Stam am Klavier unterrichtet werden, ihr Können.

Dem Eingangs musikalischen vorgetragenen Wunsch Johannes Heesters „Man müsste Klavier spielen können“ trugen die kleinen und großen Pianisten mit ihrem Repertoire gekonnt Rechnung. John Schaum komponierte die verschiedenen Kinderetüden, mit denen sich die sieben- bis zehnjährigen Anfänger Ivana Burgart, Theresa Brachthäuser, Tom Kruth, Nick Feizi, Frederick Roos, Neele Scheideler und Lilith Ribitzki präsentierten.

An Etüden und kurzen Kompositionen von Tschaikowski, Beethoven, Bach, Majkapar und Glinka zeigen Julia Richter, Jana Jost und Paul Schumann, Jan Bernd Kruth und Jannik Boos (acht bis zwölf Jahre) ihre musikalische Entwicklung.

Die bereits fortgeschrittenen Schüler Sarah Ostwinkel und Timo Lingsminat, Anna-Maria Bünnemann und Daniela Vorholt präsentierten sich mit Sonatinen von Beethoven und Kuhlau bzw. C-Moll Präludien aus den Federn von Bach und Chopin. Eva Marcinkowski spielte nach nur 15 Monaten Unterricht bereits „Kleiner Neger“ von Debussy.

Sabrina Schulz (Bratsche) und Eileen Czempinski (Gewinnerinnen des 2. Preises des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend musiziert“) waren mit ihrem Wettbewerbsbeitrag „Elegie“ von Alexander Glasunow vertreten.

Birte Hoffmann beschloss als „alte (Klavier-)-Häsin“ das Konzert mit „The Entertainer“ von Scott Joplin, und demonstrierte eindrucksvoll, wie schnell sie ihr Repertoire auch außerhalb der klassischen Musik erweitern kann.

Nach einem Gastvortrag am Klavier von Uli Seidler, hatte an diesem Nachmittag in noch sehr kleiner Besetzung der Kinderchor der Musikschule seinen Auftritt. Das Rahmenprogramm bestritten der Preludio-Chor und die Männergesangvereine „Frohsinn“ und „1921“

Musikalisches Denken lernen

WAZ – 18.01.2006 – von Martina Möller

In seiner Klavierschule „Preludio“ bringt Jacek Stam seinen Zöglingen nicht nur nur die richtigen Töne bei. Nach der Methode des Russen Valeri Brainin vermittelt er ihnen auch, wie man zwischen den Notenlinien liest

Musikalisches Denken lernen

Haltern am See.  „Mit Brainin entwickeln Kinder ein musikalisches Gedächtnis.“ Klavierpädagoge Jacek Stam schwört auf die Unterrichtsmethoden des Russen Valeri Brainin und gibt sie in seiner vor einem Jahr gegründeten Musikschule „Preludio“ in Haltern auch an den Nachwuchs weiter. Der in Danzig geborene Musiker ist einer der wenigen, die in Deutschland nach Brainin lehren dürfen. Derzeit haben sich vier Musikschulen dem pädagogischen Konzept angeschlossen. Was anders ist als an der konventionellen Methode der musikalischen Früherziehung erklärt Jacek Stam so: „Die Kinder sollen nicht einfach Noten lesen und Tasten anschlagen, nicht nur Technik lernen sondern ein Gefühl für die Musik entwickeln.“ Über Wortphrasen Rhythmen entdecken, Klänge als Intervalle begreifen, mit diesen Schritten soll die Brainin-Methode zu musikalischem Verständnis führen. Schon Kinder ab zwei Jahren können so ihr Gehör schulen, vorausgesetzt wird auch in diesem zarten Alter tägliches Üben daheim. In der „Preludio“-Musikschule zählen die kleinsten Schüler vier Lenze. Und dass aus Noten erst Musik wird, wenn man gleichsam zwischen den Zeilen liest, lernen sie am besten beim Singen, weiß Jacek Stam aus jahrzehntelanger Erfahrung als Lehrer. Neben Brainin-Kursen bietet er darum auch Chorgesang für Kinder an.

Mit einer Musikschule die berufliche Existenz zu sichern, war für den in Danzig geborenen Jacek Stam nur logische Konsequenz seiner beruflichen Laufbahn. In Polen durchlief er die staatlichen Musikschulen. Dort setzt man auf eine umfassende Ausbildung. Neben den Instrumenten, Klavier, Akkordeon, Gitarre und Keyboard belegte er schon als Jugendlicher Fächer wie Ensemble-Leitung, Musikwissenschaft und Musikerziehung. An der Musikhochschule kamen Komposition und Orchesterleitung, Schlagzeug und Orgelspiel mit auf den Unterrichtsplan. Ein strenges System, bei den in regelmäßigen Prüfungen die Besten ausgesiebt werden.

Was er als Schüler und Student schnell zu schätzen lernte, führt Jacek Stam in seiner eigenen Schule im kleinen Rahmen fort. „Ein bisschen locken und ein bisschen Druck ausüben“, heißt Rezept, auch seine Zöglinge müssen regelmäßig, wenn auch intern, musikalische Prüfungen absolvieren. Stam setzt auf Vielseitigkeit, pflegt die Vielfalt der musikalischen Gattungen und versucht genreübergreifend durch Ausstellungen, Kunst mit dem Klang zu vereinen. 40 Klavierschüler und zwölf Nachwuchssänger sind inzwischen in seiner Obhut. Als Gesangslehrerin hat er sich mittlerweile die Sopranistin Sylke Wiegers-Kvasin mit an Bord geholt. Im Preludio-Club trifft sich alle zwei Wochen am Sonntag Nachmittag der Elternchor, der sich aus Freude am Singen inzwischen gegründet hat. Der Chormusik hält Jacek Stam ohnehin aus alter Verbundenheit die Treue. Seit 1995 betreut er in der Seestadt den MGV Frohsinn. Außerdem gibt es regelmäßig Konzertauftritte mit dem Musikschulleiter. Im quartier d, Dorsten, präsentierte er gemeinsam mit Sänger Achim Becker die Lieder der Sinti und Roma. Im Ahsener „Jammertal“ ist eine Barmusikreihe geplant. Jacek Stam, der in Polen schon für Musik- und Operettentheater arbeitete, in Rundfunk und Fernsehen musizierte und für das SE-MA-FOR-Zeichentrickfilmatelier in Lodz komponierte, tummelt sich immer noch gern auf vielen Terrains.

Seine Vision: Irgendwann ein eigenes Kulturzentrum zu gründen.


Mehr als schwarze und weiße Tasten. Die musikalische Früherziehung nach Brainin beginnt bei Kinder ab vier bis fünf Jahren. Der Erfinder des Konzepts, Valeri Brainin, ist Sohn des österreichischen Dichters Boris Brainin und lebte bis 1990 in Russland, wo er sich auch als Schriftsteller einen Namen machte. Der Musikpädagoge und Wissenschaftler lebt inzwischen in Hannover. Von hier aus sucht er in ganz Deutschland Mitstreiter für sein Unterrrichtsmethoden, die auf Gehörbildung, Harmonieverständnis und das Erkennen von Zusammenhängen setzt.


Supplement (Preludio-Redaktion):
1. Seit Januar 2006 – Gehörbildung nach Brainin-Methode für Kinder ab 3 Jahre. Unterricht ist offen für Interessenten.
2. Seit Januar 2006 – neben MGV „Frohsinn“ betreut Jacek Stam jetzt auch MGV „1921“.
3. Seit Januar 2007 – Jacek Stam betreut „Chorvereinigung Haltern am See“ (MGV „Frohsinn“ + MGV „1921“)
4. Seit September 2007 – Gehörbildung nach Brainin-Methode für Kinder ab 2 Jahren . Unterricht ist offen für Interessenten.

 

Adventsfeier erwärmte Füße und Herzen

Adventsfeier im Gartenzelt und am Lagerfeuer

Regen Zuspruch fand die Adventsfeier in der Musikschule Preludio am Donnerstagnachmittag. Die Leitung der Musikschule, Katharina und Jacek Stam, hatte Schüler Eltern, Freunde und Gäste eingeladen, im Gartenzelt und am Lagerfeuer die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen.

Etwa 60 Gäste lauschten dem Gesang von Tanja Krawzow, Sylke Wiegers-Kvasin und Achim Becker in Begleitung von Jacek Stam und sangen zusammen weihnachtliche Lieder.

Mit Volks- und Weihnachtsliedern in Russisch, Deutsch und Englisch und in der Sprache der Roma verstanden es die Sänger, dem Abend ein besonderes Flair zu verleihen.

Die Kinder hatten Wichtelgeschenke aus dem eigenen Kinderzimmer mitgebracht, mit denen sie sich gegenseitig eine kleine Freude bereiten konnten und somit Spielzeug und Büchern zu neuer Bedeutung verhalfen.

Das reichhaltige Büffet mit den kulinarischen Beiträgen der Gäste bot für jeden Geschmack etwas Passendes. Bis in den Abend wurde im Zelt und auch am Lagerfeuer in gemütlicher Atmosphäre über musikalische und viele an- dere Themen diskutiert.