Musikalische Intelligenz nach Howard Gardner

Musikalische Intelligenz ist eine autonome Intelligenzform

Nette Überraschung

Keine der menschlichen Intelligenzen ist früher erkennbar als das musikalische Talent. Schon beim Kleinkind können wir erkennen, wie ausgeprägt die musikalische Begabung ist. Die musikalische Intelligenz ist eine autonome Intelligenzform, das zeigt sich unter anderem daran, dass selbst autistisch gestörte Kinder oder Kinder, die in anderen Intelligenzbereichen stark behindert sind, hohe musikalische Fähigkeiten entwickeln können. Man nimmt an, daß das Basis-Talent zur Musik weitgehend vererbt wird, dass aber doch andere, prägende Umwelteinflüsse, vor allem frühes Training, mit am Werk sein müssen, um die erstaunlichen „frühreifen“ Leistungen zu erzielen, die wir aus der Musikgeschichte kennen.

Der japanische Musiklehrer Suzuki hat mit Vorschulkindern ein Violin-Lernprogramm entwickelt, das die begabten Kleinen zu höchster Meisterschaft in diesem frühen Alter führt.

Gardner hat den kreativen Prozess bei Komponisten untersucht und ist dabei zu der Überzeugung gelangt, dass die „Erfindung“ von Musik kein Denkprozess ist, sondern eine Art „Tun“, wie beispielsweise Igor Strawinsky es beschrieben hat. Arnold Schönberg schrieb, dass der Komponist eine Sprache spricht, die sein Verstand nicht versteht, ebenso wie ein Schlafwandler Dinge tut, über die er im Wachzustand keine Auskunft mehr geben kann.

Komponenten der musikalischen Intelligenz

Komponenten der musikalischen Intelligenz sind die Fähigkeiten, Melodien, Rhythmen und Timbres (Klangfärbung) zu unterscheiden. Musik erfordert also eine horizontale Weise des Erfassens von Tönen und Tonfolgen über einen Zeitraum hinweg, und eine vertikale – die Wirkung von zwei oder mehreren Klängen zur selben Zeit, die Entstehung von Harmonien und Disharmonien.

Wie früh sich die musikalische Intelligenz bereits äußert, hat das tschechische Psychiater-Ehepaar Mechthild und Hanus Papousek erforscht: Sie stellten fest, dass Kinder schon mit zwei Monaten die Melodie, die Lautstärke und die Tonlage der Lieder ihrer Mütter erfassen können, und dass ein Kind schon mit vier Monaten eine rhythmische Struktur nachahmen kann. In der Mitte des zweiten Lebensjahres geschieht etwas Ent­ scheidendes in der Entwicklung der musikalischen Intelligenz: Zum ersten Mal sind Kinder in der Lage, selbst eine Serie von Tönen hervorzubringen, mit denen sie Intervalle erforschen.

Die Kinderpsychologin Jean Bamberger am Massachusetts Institute of Technology hat versucht, die Entwicklung der musikalischen Intelligenz analog zur kognitiven Entwicklungsfolge, wie sie Piaget beschrieben hatte, zu formulieren. Sie kam jedoch zu dem Schluss, dass die musikalische Intelligenz sich nach eigenen Regeln und Gesetzen entwickelt und nicht mit der linguistischen oder logischen mathematischen Intelligenz in Verbindung gebracht werden kann.

Das bedeutet nicht, dass es keine Querverbindungen zu anderen Bereichen des Intellekts gibt. Richard Wagner hatte in seiner Idee des Gesamtkunstwerks der Musik einen zentralen Platz gegeben – keineswegs die Laune eines Künstlers, denn die Musik hat in derTat weitreichenden Einfluss auf das menschliche Symbolsystem und andere intellektuelle Kompetenzen. Claude Levi-Strauss steht nicht allein mit seiner Meinung, daß, wenn wir Musik erklären können, wir auch den Schlüssel zum menschlichen Denken hätten. Besonders mit der räumlichen Intelligenz scheint die musikalische Intelligenz eng zusammenzuhängen. Schließlich sagt man der Musik auch eine sehr enge Verbindung mit der Mathematik nach, und von Pythagoras bis Bach wurde immer wieder versucht, musikalische und mathematische Ordnungen zueinander in Beziehung zu setzen. – H. E. –

(Dank freundlicher Unterstützung von Univ.-Prof. Günter Hanisch – aus Intelligenztheorie von Howard Gardner- Studienmaterialien Universität Wien)


  • [Musikwichtel für Kinder ab 8 Monaten]
    Bei den Musikwichtel werden Kinder ab ca. 8 Monaten zusammen mit ihren Eltern an die Wahrnehmung von Musik herangeführt. Der Kurs kann bis zum Alter von 3 Jahren fortgesetzt werden.Auf spielerische Art und Weise musizieren wir zusammen mit den Eltern und singen Lieder. Körperspiele, die von Liedern und Reimen begleitet werden, unterstützen uns bei der Entdeckung des eigenen Körpers (z.B. Hände, Füße, Beine, Arme). Musikwichtel lernen erste Instrumente und ihren Klang kennen.
  • [YouTube: 6-J. Kind mit absoluten Gehör – Brainin-Methode]

Brainin Method – Ear Training for children – 1st year of instruction
Here are demonstrated two forms of work with 4 to 6 years old children in order to develop their memory for music. These forms of work are:
(1) Hearing “in colors” (means relative pitch as a basis);
(2) Hearing in phrases (means rhythmic patterns as a bases).
You can see on this video the 1st year of instruction, which prepares children for more serious work with musical phenomena. The aim and later results one could observe in my other videos about the Brainin Method.

  • [Modell der multiplen Intelligenz nach Gardner]
    Howard Gardner bezweifelt das ganze Konzept der Intelligenzmessung. Aufbauend auf vielen Jahren psychologischer Forschung legt Gardner die Beweise für seine Theorie vor, dass es mindestens acht verschiedene Intelligenzbereiche gibt und sich jeder Mensch in verschiedenen Intelligenzbereichen einordnen kann.Nicht alle Intelligenzbereiche lassen sich aber mit Standardtests erfassen. Erst im Zusammenspiel dieser vielfachen Intelligenzen aber ergibt sich, wie Gardner es nennt, “menschlich kompetentes Verhalten”, das zu fördern die eigentliche Aufgabe jeder Gesellschaft sein müsste.Gardner unterschied ursprünglich acht Intelligenzenformen: sprachlich, musikalisch, logisch-mathematisch, körperlich-kinästhetisch, intrapersonal, intrapersonal, naturalistisch. In neuerer Zeit verweist er auf eine neunte Form der Intelligenz, die existenzielle (…)

Weitere Seiten zur Theorie der multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner:
Die 8 1/2-Formen der Intelligenz

Alles zum Thema Emotionale Intelligenz (EQ)

Siehe auch Definition Intelligenz

Quelle: Psychologie-News – Neues aus der Psychologie http://psychologie-news.stangl.eu/17/modell-der-multiplen-intelligenz-nach-gardner

Musikunterricht für Einsteiger aller Altersstufen – neue Kurse

Frühförderung Musikunterricht bei Preludio

Blüthner Flügel in Raum Nr. 1

Musikwichtel – Krabbelgruppe Vormittags für die ganz Kleinen ab 8 Monaten
Früherziehung – Vor- und Nachmittags (Brainin-Methode „Die Entwicklung der musikalischen Intelligenz bei Kindern“) ab 2 Jahren an.

Beide Methoden schulen in altersgerechter Form und in Kleingruppen bis 6 Kinder die aktive Wahrnehmung musikalischer Vorgänge. Lieder, Gedichte, Reime und Tonfolgen kombiniert mit Farben, Bewegung und Geräuschen wecken die Wahrnehmung der Musik über möglichst viele verschiedene Sinne. Die Brainin-Methode bildet zudem eine hervorragende Grundlage für den späteren Instrumentalunterricht, da wesentlichen Elemente wie Notenschrift, Phrasierung und Melodieverlauf nebenbei vermittelt werden.

Völ­lig un­ab­hän­gig von den Teil­nah­me an der Früh­för­de­rung kön­nen Kin­der ab ca. 4 Jah­ren mit dem In­stru­men­tal­un­ter­richt (Blockflöte, Gesang, Gitarre, Klarinette, Klavier, Querflöte, Saxophon, Violine, Violoncello) be­gin­nen.

Der Beginn oder Wiedereinstieg in den Musikunterricht steht auch Erwachsenen und Senioren (Vor- und Nachmittags) offen. Neben der entspannenden Wirkung des Musizierens für gestresste Berufstätige und Eltern ist der positive Einfluss des Spielens auf die Gehirnaktivität im Alter besonders anzumerken. Preludio verfügt über eine spezielle Sammlung von Unterrichtsstücken für die ältere Generation.

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Junge Pianisten bestehen mit Bravour

Jahresabschlussprüfung

Jana Jost (21,2 Punkte) spielt seit 18 Monaten

Jana Jost (21,2 Punkte) spielt seit 18 Monaten

Eingebettet in das Sommerkonzert der Musikschule Preludio fand am vergangenen Freitag die diesjährige Jahresabschlussprüfung der Klavierschüler statt. Prüfer Uli Seidler aus Hattingen zeigte sich beeindruckt von dem hohen Niveau der Vorträge. Zur Prüfung waren jeweils 4 Stücke aus verschiedenen Epochen und mit unterschiedlichem Charakter vorzutragen. Hier konnte Uli Seidler alle 3 Prüflinge in der Grundstufe mit der Note „gut“ in das nächste Musikschuljahr entlassen. Paul Schumann (20,7 Punkte von 25) und Jan Bernd Kruth (19,5 Punkte) spielen seit 3 Jahren Klavier, Jana Jost (21,2 Punkte) seit 18 Monaten.

Eine Auszeichnung für besonderen Lernerfolg erhielten Julius Maetzig und Nabila el Arbi, die Prüfern und Gästen nach nur 2 bzw. 3 Monaten Klavierunterricht jeweils ein Stück des 3. Grundstufenjahres präsentieren konnten. Man darf gespannt sein, wie sich diese beiden in Zukunft entwickeln.

Viele andere Klavierschüler, die sich dem Prüfungsprogramm in diesem Sommer nicht stellen konnten, zeigten ihre neuesten einstudierten Stücke oder den Stand ihrer Vorbereitung für den nächsten Musikwettbewerb. Einige von diesen Schülern hat das Vorspiel motiviert, so dass sich die zweite Jahreshälfte nutzen werden, um sich auf die nächste Semesterprüfung am 17. Dezember im altern Rathaus vorzubereiten.