Benefizkonzert in Oer-Erkenschwick

„gestern war der krieg weit…“

Daniela Hofschneider-Zoldan & Jacek Stam

Die Halterner Musiker Daniela Hofschneider-Zoldan und Jacek Stam beteiligten sich am Donnerstag, 24.09.2015, an einem Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe in Oer-Erkenschwick.

„jetzt hat uns der arm der not erreicht…“

Der Erkenschwicker Kabarettist Ralf Rieder hatte Kollegen und Freunde versammelt, um mit einem musikalischen Abend eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen und mit dem Erlös des Abends die Flüchtlingshilfe vor Ort zu unterstützen. In Oer-Erkenschwick untergekommene Flüchtlinge waren eingeladen und haben diese Einladung zahlreich wahrgenommen.

„jetzt stehen wir auge in auge…“

Einen Brückenschlag stellte auch das Programm des Konzerts dar. Der Essener Philharmoniker Werner Pecl eröffnete das Konzert klassisch mit seiner Tochter Elisa. Sie trugen Geigenduos von Ignatz Pleyel vor. Die darauf folgenden Jazz-Standards der 19-jährigen Saxophonistin Annika Maaß begeisterten das vorwiegend junge Publikum. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Sänger Achim Becker, von Jacek Stam einfühlsam am Klavier begleitet, der mit seinen swingigen Songs für eine wunderbar entspannte Atmosphäre sorgte. In wieder eine andere Welt entführten Jacek Stam und Daniela Hofschneider-Zoldan (Violine) das Publikum mit temperamentvoll präsentierten Tangos von Astor Piazolla.

„jetzt ist die zeit der not…“

Erkenschwicker Kabarettist Ralf RiederRahmen und Leitmotiv des Abends bildete Ralf Rieder. Er trug – wiederum mit Begleitung von Jacek Stam am Piano – Lieder von Georg Kreisler vor. Der jüdische Komponist und Dichter sah sich selbst als Anarchist und hat sich in seinem Werk gegen Krieg und Verfolgung aufgelehnt. Im Mittelpunkt des Programms stand ein von Ralf Rieder verfasster und von Nadine Molatta vorgetragener Text, der allen Anwesenden zutiefst nahe ging.

„jetzt ist die zeit des handelns gekommen

die zeit zu helfen

die zeit zum mitmenschen zu werden.“

(Die Zitate dieses Artikels sind Auszüge aus Ralf Rieders Text.)
– Daniela Hofschneider-Zoldan –

„me-di-pe-@Art !de“-Ausstellung

Menschen, Dimensionen und Persönlichkeit

„me-di-pe-@Art !de“-Ausstellung[Fotogalerie]

14.19.15 Halterner Zeitung

HALTERN.   Was bewirkt Kunst im öffentlichen Raum? Wie verändert Kreativität unsere Wahrnehmung? Welche neuen Kommunikationsstrukturen kann Kunst schaffen? Diese Fragen stellt eine neue Ausstellung im Alten Rathaus: ,,me-di-pe-@Art!de“. Mögliche Antworten auf diese Fragen kann sich der Besucher bei einem Besuch annähern.

Me-di-pe – das sind einerseits die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der drei Künstlerinnen, die hier ausstellen: Tatjana Meshenskaja, Elvira Dietrich und Olga Pelster. Me-dipe steht aber gleichzeitig programmatisch für die Ausstellung, in der es um Menschen, Dimensionen und Persönlichkeit geht.

Russische Wurzeln

Die drei Malerinnen haben russische Wurzeln: Tatjana Meshenskaja wohnt seit 20 Jahren in Haltern am See und arbeitet in der Stadtverwaltung. Ihre Tochter Elvira Dietrich ist in Köln als Web-Designerin tätig.

Dritte im Bunde ist Olga Pelster, seit dreieinhalb Jahren in Haltern, die als gelernte Maschinenbauingenieurin inzwischen eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau absolviert hat.

Alle drei malen seit ihrer Kindheit, haben sich immer künstlerisch mit der Welt auseinandergesetzt. „Es sind Gefühle, die in den Bildern zum Ausdruck kommen“,
sagt Tatjana Meshenskaja.

Die drei greifen dabei zu unterschiedlichen Maltechniken: Öl und Acrylfarben dominieren, aber es kommen auch Kohlestift, Marmormehl und andere Materialien zum Einsatz.

Kunstraum

Die drei Künstlerinnen verwandeln den Ratssaal und die Kassenhalle des Alten Rathauses in einen kommunikativen Kunstraum. Weitgehend sind ihre Motive abstrakt bis an die Grenze monochromer Malerei. Gegenständlichkeit wird nur gelegentlich wie ein vorsichtiges Zitat eingesetzt, etwa in drei farbigen Frauenkleidern auf grauem Grund, einem Bild von Olga Pelster.

Halterns stellvertretende Bürgermeisterin Hiltrud Schlierkamp eröffnete am Freitag die Ausstellung. Die Vernissage wurde musikalisch von Jacek Stam, dem Leiter der Musikschule Preludio, umrahmt.     jw

[Fotogalerie]

INFO: Die Ausstellung me-di-pe@Art!de umfasst 43 zum Teil mehrteilige Bilder. Sie ist noch bis zum 6. November im Alten Rathaus am Markt zu sehen (Zeiten
in unserem Tageskalender).

Stellen im Alten Rathaus lhre Bilder aus (v.l.): Tatjana Meshenskaja, Olga Pelster und Elvira Dietrich. RN-FOTO WOLTER

Adventskonzert im Altenwohnheim St. Sixtus

1. Advent unter dem Motto „Rosen aus dem Süden“

Altenheim St. Sixtus, Haltern am See

Im voll besetzten Foyer des Altenwohnheims St. Sixtus bot sich am 1. Advent dem Publikum ein ganz besonderer Ohrenschmaus. Es begrüßten nicht wie sonst die Schüler der Musikschule Preludio die Zuhörer zu einer Vorspielstunde, sondern Jacek Stam (Klavier) und Daniela Hofschneider-Zoldan (Violine) griffen diesmal selbst zu den Instrumenten.

Unter dem Motto „Rosen aus dem Süden“ präsentierten die beiden Musiker über eine Stunde lang die schönsten Melodien der Salonmusik-Literatur. Das eingespielte Duo präsentierte mit viel Herz und Virtuosität Kompositionen von Johannes Brahms, Camille Saint-Saens, Jacob Gade, Fritz Kreisler und Vittorio Monti. Herzstück des Konzertprogramms waren die Walzer von Johann Strauß Sohn. Neben „Rosen aus dem Süden“ und dem Tanzwalzer „Geschichten aus dem Wienerwald“ durfte natürlich die heimliche Hymne Österreichs „An der schönen blauen Donau“ nicht fehlen.

Das sowohl beseelte, als auch beschwingte Spiel der wunderschönen Melodien regte das Publikum immer wieder zum Mitsingen und spontanem Zwischenapplaus an.