Ein guter Ton braucht eine gute Basis auf der er entstehen und
schweben kann. Gesangsunterricht besteht nicht nur aus dem erlernen
von Musikstücken, sondern dient vor allem der Schulung des
gesamten Körpers, damit dieser die gute Basis für den
Ton sein kann.
Die Schulung dieser Basis besteht aus vielen verschiedenen Einzelaspekten,
die, einmal erlernt, das ganze Sängerleben hindurch immer wiederholt
werden. Die Techniken, wie ein Aspekt geschult werden kann, variieren
mit dem Lehrer und dem Schüler. Das Ziel ist jedoch immer gleich:
- Der Körper stellt den Stimmbändern die optimale Luftmenge
im richtigen Druck zur Verfügung, damit diese, richtig eingestellt,
den schönsten Ton hervorbringen.
- Der Sänger muss alle Muskeln seines Körpers lernen
bewusst oder unbewusst so zu bewegen, dass ihm dieser Ton gelingt.
Dabei helfen ihm als erstes Übungen zur richtigen Atmung und
Haltung. Er erfährt, welche Bewegungen sein Atemrohr aufstellen
und öffnen und den Kehlkopf locker halten, damit der Atem und
später der Ton ungebremst fließen kann. Er lernt die
Stütze einzusetzen, die dem Ton Halt und die nötige Kraft
gibt, um zum Hörer getragen zu werden.
Vokalisen: die Etüden des Sängers. Der Schüler
lernt, vor allem die Vokale auf den Weg nach vorne und in die Reso-
nanzräume zu schicken, so dass der ganze Körper mit- schwingt
und den Ton verstärkt.
Zwischen dem ersten Ton auf einem Vokal und dem ersten Lied liegt
die Schulung der Sprache, schließlich will das Publikum verstehen,
wovon der Sänger singt. Deutliche Endsilben, richtige Betonungen
und keine imaginären Tischtennisbälle im Mund des Sängers,
. da macht das Zuhören Spaß und dem Sänger
gebührt der Applaus. Aber auch dem Sänger hilft eine gute
Artikulation, denn die Muskulatur des Unterkiefers und damit die
Kehle bleiben locker.
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Die Schulung, immer den richtigen Ton in der richtigen Weise zu
treffen und ihn zu singen, so wie sich der Kom- ponist das vorgestellt
hat, nimmt im Laufe der Zeit den größten Raum in der
Gesangsausbildung ein.
Der Tonumfang des Sängers erweitert sich, das Gehör wird
geschult, der Ton wird schließlich dynamisch variiert. Dies
sind nur einige wenige Aspekte des Singens, die geschult werden.
Anwendung finden die verschiedenen technischen Lern- inhalte im
Singen von Liedern und anderen Musikstücken. Die Wahl, welches
Gesangsfach (Klassik, Pop, Musical etc) der Sänger letztendlich
erlernen möchte, hat er selbst. Ein klassischer Grundstock
ist immer sinnvoll, darüber hinaus hilft der Lehrer bei der
Auswahl des Liedmaterials. Im Sinne der Komponisten sind die Schüler
gebeten, Noten immer im Original anzuschaffen.
Mit Kindern werden Kinderlieder und auch mal ein Kanon gesungen,
wobei für Kinder das körperliche Erleben des Singens mit
mehr Bewegungsliedern und lustigen Texten Vorrang hat. Der Unterricht
dient auch der Unterstützung der Kinder, die im Kinderchor
der Musikschule singen. Einzelunterricht ist für Kinder nicht
sinnvoll.
Nebenbei werden die älteren Schüler und Erwachsenen das
Notenlesen erlernen, soweit nicht vorhanden und die Grundzüge
des Blattsingens, indem der Sänger lernt, Intervalle zu lesen
und zu singen.
Auf Wunsch kann der Sänger lernen sich selbst in einfacher
Form beim Singen zu begleiten, damit die Übungsstunde zu Hause
nicht zu trocken wird.
Den Weg zum Auftritt vor kleinem Publikum, hausintern oder auf Schülerkonzerten,
wird jeder Schüler bei Preludio beschreiten, denn auch die
Präsentation ist Teil des Singens. Den Weg auf die großen
Bühnen dieser Welt bereiten die Hochschulen, für die wir
bemüht sind, eine stabile Grundlage zu schaffen.
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