Chen-Han Lin

Chen-Han Lin – Gesangsunterricht und Stimmbildung

Gesang bei Preludio: der taiwanische Countertenor Chen-Han Lin Der taiwanische Countertenor Chen-Han Lin wurde 1986 in Taipeh City geboren. Bereits in jungen Jahren wurde er beim vorsingen für den städtischen Kinderchor seiner Heimatgemeinde ausgewählt. Seit dieser Zeit begleitete ihn die Arbeit im Chor und er begann mit 19 Jahren seine Stimme weiter zu entwickeln, in dem er nun professionellen Gesangsunterricht bekam. Ziel seines Gesangsunterrichts war es, ein Tenor zu werden.

Von 2006-2011 war Chen-Han Lin einer der Tenorchorsänger des National Taiwan Choir. Für diese Aufgabe werden in einer Audition nur die Besten ausgewählt. Geleitet wurde der Chor von der Musikdirektorin Agnes Grossmann. Mit diesem Chor besuchte Chenhan Lin Italien, die USA, Kanada und Tailand und trat dort vor einem großen Publikum auf.

In 2009 beendete er seinen Bachelor of Arts in Theater und Musik (Gesang) in der National Taiwan University of Arts. Im selben Jahr startete er, nachdem er die Eintrittsprüfung als bester des Jahres bestand, seinen Master of Music mit einem Stipendium an der Soochow University in Taipeh.

Seit 2011 studiert er als Austauschstudent an der Musikhochschule, der Westfälischen Wilhelms Universität Münster. Hier studiert er Gesang. Seine Professorin Frau Annette Koch findet, dass er ein großes Stimmtalent hat und unterstützt ihn um sein Repertoire weiter ausbauen zu können.

In 2012 war er Mitglied in Barockvokal an der Hochschule für Musik Mainz. Hier sang er auf verschiedenen Konzerten z.B auch unter der Leitung von dem bekannten deutschen Countertenor Andreas Scholl.

Seit 2013 setzt er sein Gesangsstudium in der Klasse von Professorin Annette Koch fort. Sein Repertoire ist breitgefechert, es ist von der Alten Musik bis zur zeitgenössischen Musik.

In 2014 spielte er erfolgreich den „Don Ramiro“ bei der Mozart Opernproduktion „La finta giardiniera“ unter der Regie von Markus Kopf an der Musikhochschule Münster.

Zusätzliche Impulse für seine Gesangsausbildung holte er sich in diesem Jahr bei Meisterkursen von Professor Bernhard Adler und Martin Wölfel.

Im November 2014 wird er beim Internationalem Willkommen der WWU die internationlen Studenten in Münster mit seinem Gesang repräsentieren.

Countertenor

Als Countertenor (von italienisch controtenore), auch Altus (von lateinisch altus ‚hoch‘) oder seltener Kontra- bzw. Kontertenor, wird ein männlicher Sänger bezeichnet, der mit Hilfe einer durch Brustresonanz verstärkten Kopfstimmen- bzw. Falsett-Technik in Alt- oder sogar Sopranlage singt. Der Countertenor ist jedoch nicht mit einer Kastratenstimme gleichzusetzen, weder im Klang noch im Stimmumfang.
Es gibt Versuche, zwischen Countertenor und Altus zu unterscheiden, z. B. nach den eingesetzten Anteilen von Brust- und Kopfresonanz, aber die vorhandenen Sänger weisen eine derart hohe Individualität auf, dass eine solche Differenzierung fragwürdig erscheint. Die Bezeichnung Altus bezieht sich mehr auf die Lage der notierten Stimme, der Begriff Countertenor auf die verwendete Technik beziehungsweise den Sänger, der diese Technik benutzt. Die genaue Erklärung und eine erschöpfende Theorie für die Stimmtechnik der Countertenöre steht noch aus. Es gibt verschiedene Begriffe zur Bezeichnung der hohen Lage, die teilweise mit verschiedenen Arten der Tonerzeugung einhergehen, die aber nicht immer klar abgegrenzt sind. Unterschieden werden dabei Stimmen, die in hohen Lagen komplett falsettieren, sogenannte Falsettisten und hohe Tenöre mit Falsetterweiterung.

Die männlichen Gesangsregister führen vom Strohbassregister über die Modalstimme bis zum Passaggio, die Modalstimme entspricht dabei der „normalen“ mittleren Männerstimme oder der Bruststimme. Passaggio ist der Bereich, bei dem die Stimme einen Wechsel der Tonerzeugung vornimmt. Er liegt individuell verschieden, ist aber bei den meisten Stimmen spätestens im Bereich e1 oder f1 erreicht. Der Bass erreicht unter normalen Umständen das Passaggio nicht. Der Bariton kommt im Stimmumfang kaum über das Passaggio hinaus und führt dann seine Stimme häufig für die wenigen Spitzentöne soweit es geht im Modalregister fort oder wechselt in Falsett. Für den Tenor ist das Passaggio mehr im Zentrum der Stimmlage und es ist eine Frage der Veranlagung und der Übung, bis zu welchem Bereich die Modalstimme weitergeführt wird oder werden kann, bevor der Wechsel in die Voix mixte (gemischte Stimme aus Kopfstimme mit Anteilen von Bruststimme) stattfindet. Die Kunst für den Tenor ist dabei, den Übergang so fließend und unhörbar wie möglich zu machen und der Kopfstimme Anteile der Bruststimme (Modalstimme) mitzugeben, um vollen Klang und Lautstärke zu erreichen und den sogenannten Registerausgleich zu erzielen. Der Einsatz von Falsett gilt für die Tenorlage im klassischen Gesang in den meisten Fällen als unerwünscht und wird vermieden. (…)

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